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Spazieren, radeln, tanzen - auch wenig Bewegung hilft bei Diabetes

DRESDEN (dür/eis). "Sport mit Diabetes - Bewegung jetzt erst recht." Das war das Motto der Aufklärungsaktion "Gesünder unter 7" in der Altmarkt-Galerie in Dresden. Mit dabei war der Sportwissenschaftler Dr. Michael Sarbandi aus Bielefeld.

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"Auch unsportliche Menschen können mit Bewegung viel für ihre Gesundheit tun", sagte Sarbandi in Dresden. "Es kommt nicht in erster Linie darauf an, dass Patienten viel abnehmen. Das ist gar nicht so leicht. Sie sollten vor allem Freude an der Bewegung gewinnen", ermutigte er. Für Diabetiker, alte Menschen oder Bewegungsmuffel empfiehlt er zum Beispiel Spazierengehen, Nordic-Walking, Tanzen oder Badminton (Federball).

Seine Tipps für Hausärzte, um Patienten zu motivieren: "Fragen Sie, warum sich jemand wenig bewegt." Oft erzählten Patienten dann, dass ihnen in der Schule Sport verleidet worden ist und dass sie schon als Kinder häufig als ungeschickt abqualifiziert wurden. Solchen negativen Erfahrungen müssten positive hinzugefügt werden, sagte der Sportwissenschaftler. Es gelte, Patienten Freude an der Bewegung zu vermitteln. Hausärzte könnten viel dazu beitragen.

Zum Beispiel der Rat an Patienten, Spaziergänge zum festen Bestandteil des Tagesablaufs zu machen, so wie Zähne putzen oder frühstücken. Patienten sollten sich zudem so oft wie möglich im Alltag bewegen, zum Beispiel beim Busfahren eine Station früher aussteigen und laufen oder auf großen Parkplätzen möglichst weit vom Ziel zu parken. Auch Treppen zu steigen, statt Rolltreppe oder Fahrstuhl zu nehmen, ist ein Tipp oder zu Fuß oder per Rad einzukaufen.

Wer mehr machen möchte, sollte es in einer Sportgruppe mit Gleichgesinnten versuchen, etwa im Verein oder in der Volkshochschule. Dazu könne man Patienten auch gleich Informationen mitgeben. Patienten sollten sich Aktivitäten auswählen, die ihnen Spaß machen. Sport in der Gruppe sei oft besser geeignet als an Geräten im Fitness-Studio. Patienten, die sich steigern möchten, sollten dies unter Anleitung, etwa bei einem Lauftreff tun.

Dass jedes bisschen Bewegung für die Diabetiker ein Gewinn ist, hat bei der Aktion auch Dr. Petra Ott vom Zentrum für Klinische Studien der GWT-TU Dresden betont. Außer einer gesunden Ernährung können zum Beispiel regelmäßige halbstündige Spaziergänge erheblich dazu beitragen die Stoffwechseleinstellung zu verbessern. Damit lasse sich der HbA1c als Marker der langfristigen Stoffwechselkontrolle um 0,5 bis 1 Prozentpunkt senken, sagte die Diabetologin.

Über den HbA1c als Marker der langfristigen Blutzuckerkontrolle in der Bevölkerung aufzuklären, ist Ziel der bundesweiten Aufklärungs-Aktion "Gesünder unter 7" von Sanofi-Aventis. Als letzte Station ist die Aktion in diesem Jahr in Bayreuth am 6. und 7. September im Rotmain-Center zu Gast. Die "Ärzte Zeitung" ist Medienpartner der Aktion.

Mehr Infos zu der Aktion unter www.gesuender-unter-7.de

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