Ärzte Zeitung, 22.02.2016

Diabetes-Folgen

50.000 Beinamputationen jährlich in Deutschland

Neu-Isenburg. Jedes Jahr werden in Deutschland 50.000 Beine als Folge einer Diabeteserkrankung amputiert - alle 15 Minuten verliert ein Mensch eine Extremität, heißt es in einer Mitteilung der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG). "Diese Zahl ist, auch im internationalen Vergleich, viel zu hoch", wird Professor Ralf Lobmann, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Diabetischer Fuß der DDG zitiert.

 Das Ausmaß der Amputation hat Auswirkungen auf die Lebenserwartung - nur ein Viertel der Patienten überlebt nach einer Majoramputation fünf Jahre, bei der Abtrennung von Fußteilen unterhalb des Knöchels ("Minoramputation") sind es dagegen 80 Prozent.

"Daher fordern wir vor einer Amputation das obligatorische Einholen einer qualifizierten Zweitmeinung", betont der DDG-Experte. (eb)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Mütter stellen früh die Weichen für Babys Gesundheit

Dicke Mutter = dickes Baby: Diese Gleichung geht oft auf - leider. Ernährungs-Experten tauschen sich daher auf einem Kongress über den frühen Einfluss der mütterlichen Ernährung u.a. auf das Diabetesrisiko des Kindes aus und geben Tipps. mehr »

Würden Ärzte Gröhe wählen?

In einer großen Umfrage fragten wir Ärzte: "Wenn der Bundesgesundheitsminister direkt vom Volk gewählt werden könnte, wen würden Sie wählen?" Lesen Sie hier die Antwort. mehr »

Bei Dauerschmerz leidet auch das Gedächtnis

Wird der Geist träger, geht das zulasten von Lebensqualität und Unabhängigkeit. Eine US-Studie hat den Einfluss anhaltender Schmerzen auf Kognition und Demenzrisiko untersucht. mehr »