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Versorgung

Internisten erarbeiten "Klinik-Kodex"

Wie können die verschiedenen Akteure im Gesundheitswesen die Bedingungen für Ärzte und Patienten verbessern?

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WIESBADEN / MANNHEIM. Das Problem ist bekannt: Für den Austausch zwischen Arzt und Patient ist oft wenig Zeit. Statistiken zufolge unterbrechen Ärzte ihre Patienten schon nach 15 Sekunden und stellen vornehmlich geschlossene Fragen, auf die Patienten nur mit "Ja" oder "Nein" antworten können, erinnert die Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM). Für "offene" Fragen, wie die nach dem Befinden bleibe zu wenig Zeit.

"Die so wichtige ‚Sprechende Medizin‘ kommt häufig viel zu kurz", moniert so auch Professor Petra-Maria Schumm-Draeger aus München, Vorsitzende und Kongresspräsidentin der DGIM. "Um sicherzustellen, dass Patienten zukünftig beispielsweise besser über mögliche Risiken von Medikamenten informiert werden, müssen wir im Vergütungs-System Raum für den Austausch mit dem Patienten schaffen."

Neben ihrer Forderung nach einer angemessenen Vergütung für die "Sprechende Medizin" befasst sich die DGIM intensiv mit der Frage, wie die verschiedenen Akteure im Gesundheitswesen die Bedingungen für Ärzte und Patienten verbessern können. Am Ende der Diskussion soll ein "Klinik-Kodex" stehen. Erste Ergebnisse des "Klinik-Kodex" will Schumm-Draeger aus Anlass des 123. Internistenkongresses in Mannheim vorstellen.

Der diesjährige Internistenkongress steht unter dem Leitthema "Versorgung der Zukunft: Patientenorientiert, integriert und ökonomisch zugleich". Im Mittelpunkt des Kongresses stehen als Themen zum Beispiel: Systemmedizin, Versorgungsforschung, Digital Health, Diabetologie als fächerübergreifende interdisziplinäre Herausforderung und das Curriculum Innere Medizin für Europa. (mal)

Infos zum Kongress vom 29. April bis 2. Mai in Mannheim: www.dgim2017.de

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