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Diabetes Gesellschaft

"Ziele bei alten Diabetikern sind überholt"

Gelockerte Therapieziele sind bei alten Menschen mit Herzkreislauferkrankung und Diabetes nicht mehr aktuell, so die DDG.

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BERLIN. Leider werde häufig noch angenommen, dass eine starke Blutzuckersenkung bei herzkranken alten Menschen mit Typ-2-Diabetes ohne Nutzen und mit einem erhöhten Risiko für Nebenwirkungen behaftet seien, kritisiert die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) in einer Mitteilung. Durch Kombination von Metformin mit dem SGLT-2-Hemmer Empagliflozin oder mit einem GLP-1-Agonisten lasse sich aber ohne erhöhtes Risiko für Unterzuckerung und Gewichtszunahme eine angemessene Blutzuckerkontrolle erreichen, betont die DDG. Die Gesellschaft empfiehlt auch bei alten Menschen HbA1c-Ziele von 6,5 bis 7,5 Prozent.

Therapiekonzepte mit hohen Blutzuckerwerten und niedrigem Aufwand seien angesichts aktueller Studiendaten nicht mehr vertretbar, so die DDG. Die Gesellschaft verweist auf die in der EMPA-REG Outcome Studie belegte herzschützende Wirkung von Empagliflozin. Kürzlich ist eine ähnliche Wirkung auch für den SGLT-2-Hemmer Canagliflozin belegt worden. Auch bei den GLP-1- Agonisten Lirgaglutid und Semaglutid belegen Studienergebnisse eine Reduzierung des Herzinfarkt-Risikos. Nebenwirkungen der Gliflozine wie Pilzinfektionen im Genitalbereich, die zu Beginn der Behandlung auftreten können, sowie eine Übersäuerung des Blutes sind in der Regel gut zu therapieren. Das gilt auch für Übelkeit und Völlegefühl – eine Nebenwirkung der GLP-1-Agonisten.

Die DDG begrüßt daher, dass jetzt eine internationale Diskussion über eine entsprechende Änderung der Behandlungs-Leitlinien begonnen hat. (eb/eis)

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