Ärzte Zeitung online, 09.11.2017

21 Prozent aller Todesfälle

Mehr Deutsche als bisher vermutet sterben an Diabetes

DÜSSELDORF. Für Deutschland fehlen bislang Angaben zur bundesweiten Diabetessterblichkeit. Forscher vom Deutschen Diabetes-Zentrum (DDZ) haben nun berechnet, dass im Jahr 2010 insgesamt rund 175.000 Todesfälle und damit 21 Prozent aller Todesfälle mit Diabetes assoziiert sind (Diabetes Care 2017; 40:11). Offiziell angegeben waren Angaben des DDZ zufolge nur 23.000 diabetesbedingten Sterbefälle, das entspricht 2,7 Prozent aller Todesfälle in Deutschland.

Das Ergebnis der Analyse zeige, dass weit mehr Menschen an einem Diabetes und dessen Folgeerkrankungen sterben, als in der offiziellen Todesursachenstatistik angegeben werde, so das DDZ. Die Analyse basiert auf den Routinedaten aller Gesetzlichen Krankenkassen. (eb)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Marathon geht Amateuren richtig ans Herz

Wer sich als Amateur an einen Marathon wagt, ist trotz regelmäßigen Trainings kardial gefährdet. Studienautoren geben einen Tipp, um das Herz nicht so stark zu belasten. mehr »

„Das ist keine Propagandaschlacht“

Einige Passagen im geplanten Termineservice- und Versorgungsgesetz stoßen Ärzten sauer auf. Im Interview erläutern die drei KBV-Vorstände, warum sie zuversichtlich sind, dass sich Änderungen noch durchsetzen lassen. mehr »

VR-Therapie dämpft Paranoia

Einfach mal ins Café gehen oder mit dem Bus fahren – für Patienten mit schwerer Paranoia ist das schwer vorstellbar. In einer virtuellen Umgebung können sie jedoch lernen, mit ihren Ängsten umzugehen. mehr »