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Fehlernährung

DDG fordert Industrie in die Pflicht zu nehmen

Die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) sieht die Grundsatzvereinbarungen von Ernährungsministerin Julia Klöckner (CDU) kritisch. Nur verpflichtende Maßnahmen seien effektiv im Kampf gegen Fehlernährung.

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Fertiggerichte fördern Fehlernährung, kritisiert die DDG. © monkeybusinessimages / Getty Images / iStock (Symbolbild mit Fotomodell)

Fertiggerichte fördern Fehlernährung, kritisiert die DDG. © monkeybusinessimages / Getty Images / iStock (Symbolbild mit Fotomodell)

© monkeybusinessimages / Getty I

BERLIN. Bundesernährungsministerin Julia Klöckner (CDU) hat sich diese Woche gemeinsam mit mehreren Branchenverbänden darauf geeinigt, dass Fertiggerichte künftig schrittweise weniger Fett, Salz und Zucker enthalten sollen. Der Deutschen Diabetes Gesellschaft ist das zu wenig.

Die Pläne seien zu unverbindlich. So überlasse es die Grundsatzvereinbarung den Unternehmen selbst, welche Zielvorgaben sie sich setzten und welche Maßnahmen sie ergreifen würden, um eine gesunde Ernährung zu fördern, moniert die DDG in einer Pressemitteilung.

Grundsätzlich sei zwar Klöckners Initiative begrüßenswert, aber die Nationale Reduktionsstrategie müsse für die Industrie verpflichtend sein", so Professor Dirk Müller-Wieland, Präsident der DDG. Die Grundsatzvereinbarung hätte eigentlich die Gelegenheit sein können, die Lebensmittelbranche endlich mit konkreten Zielwerten und verbindlichen Maßnahmen in die Pflicht zu nehmen.

Nach Auffassung der DDG soll die Lebensmittelindustrie in einem viel zu langfristigen Prozess bis 2025 den Gehalt an Zucker, Fett und Salz in Fertiggerichten schrittweise senken. Mit konkreten, kurzfristig messbaren Reduktionszielen und Maßnahmen wie einem Verbot für an Kinder gerichtete Werbung für zuckerreiche und hochkalorische Lebensmittel hätte man hingegen wirkliche Meilensteine setzen können.

Die DDG fordert nach eigenen Angaben bereits seit mehreren Jahren effektive, verpflichtende Maßnahmen, wie eine verständliche Lebensmittelkennzeichnung, ein Verbot von Kindermarketing für ungesunde Produkte und steuerliche Anreize für gesündere Rezepturen, um die globale Strategie der WHO "Make the healthy choice the easier choice" bevölkerungsweit auch in Deutschland umzusetzen und somit Übergewicht und den kontinuierlichen Anstieg von Diabetes einzudämmen. (run)

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