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Ärzte Zeitung online, 22.12.2018

Risiken analysiert

Mit Kupfer-Spirale ins MRT?

Sind kupferhaltige implantierte Intrauterinpessare bei Untersuchungen im MRT ein Risiko? Forscher der Universitätsmedizin Mannheim geben hier jetzt Entwarnung.

Mit Kupfer-Spirale ins MRT?

Verhütung: Eine Kupferspirale hat keinen Einfluss auf den Zyklus, sondern verhindert durch eine lokal begrenzte Entzündung die Einnistung des befruchteten Eis.

© Sven Bähren / stock.adobe.com

MANNHEIM. Bei einer Untersuchung im MRT wären ja Gesundheitsgefährdungen durch Wechselwirkungen kupferhaltiger implantierter Intrauterinpessare mit dem Magnet- oder Hochfrequenzfeld denkbar. Dies könnte sich in Form von Dislokation oder einer starken Erwärmung der Spirale äußern, so die Universitätsmedizin Mannheim in einer Mitteilung.

Und sowohl bei MRT- wie auch bei CT-Untersuchungen könnten die Implantate Artefakte verursachen, die die Bildqualität beeinträchtigen und damit die Befundung erschweren.

Studie mit gewebeähnlichem Phantom

In einer Studie haben jetzt Mannheimer Wissenschaftler sieben verschiedene Typen von kupferhaltigen Intrauterinpessaren hinsichtlich einer möglichen Erwärmung oder Dislokation während der MRT-Bildgebung bei Magnetfeldstärken von 1,5 und 3 Tesla sowie Artefakten bei der Bildgebung mittels MRT und CT untersucht. Zum Einsatz kam dabei ein dafür speziell entwickeltes gewebeähnliches Phantom (European Radiology 2018; online 19. November).

Die Studie kommt zu dem Schluss, dass bei der MRT-Untersuchung kein signifikantes Risiko für eine mögliche Schädigung der Patientinnen mit implantierten kupferhaltigen Spiralen besteht, die Untersuchungen also sowohl bei Feldstärken von 1,5 Tesla als auch von 3 Tesla sicher sind.

Hingegen sei die Qualität der Bildgebung in der Umgebung der Implantate vor allem bei der CT-Bildgebung beeinträchtigt, meldet die Universitätsmedizin Mannheim zur Veröffentlichung der Studie. Dies müsse bei der Diagnostik entsprechend berücksichtigt werden . (eb)

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