Ärzte Zeitung, 05.07.2004

Läuft die Lunge voll, piept der Defibrillator

Dreikammer-Defibrillator mißt Flüssigkeitsstatus / Frühe Therapie bei Dekompensation

Der neue Dreikammer-Defibrillator mißt ständig den Flüssigkeitsstatus in Herz und Lunge. Fotos (2): Medtronic, USA Registriert das Gerät eine Zunahme der Flüssigkeit in der Lunge, sendet es einen Warnton aus.

GÖTTINGEN (eb). Im Herzzentrum der Universität Göttingen ist jetzt erstmals in Deutschland ein Dreikammer-Defibrillator der neuesten Generation implantiert worden, wie die Universität mitteilt. Das Besondere des Gerätes: Es überwacht ständig den Flüssigkeitsstatus in Herz und Lungen und schlägt bei Flüssigkeitsansammlungen Alarm.

Der InSync Sentry™ von Medtronic verbessert nicht nur die kardiale Pumpleistung und schützt vor plötzlichem Herztod, etwa bei Kardiomyopathie. Auch eine Zunahme von Flüssigkeit in den Lungen als Zeichen einer beginnenden Dekompensation wird registriert. Dann sendet das Gerät zur Warnung einen Piepton aus, und Patienten können bereits in diesem frühen Stadium therapiert werden. Nach Studiendaten ist mit dem neuen Defibrillator eine wesentlich bessere Langzeitbetreuung möglich, so die Herzspezialisten.

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