Ärzte Zeitung, 31.08.2004

Erfolge bei Therapie mit adulten Stammzellen

Seit 2001 mehr als 300 Herzpatienten behandelt / Wirkmechanismus nicht ganz klar

MÜNCHEN (dpa). Adulte Stammzellen haben sich nach Ansicht von Herzspezialisten als Therapieoption erwiesen, die Hoffnung macht. Seit 2001 seien mehr als 300 Herzpatienten mit den Stammzellen aus dem Knochenmark behandelt worden, so die Professorin für molekulare Kardiologie an der Uni Frankfurt am Main, Stefanie Dimmeler, in einem dpa-Gespräch zum Auftakt des Europäischen Kardiologie-Kongresses in München.

"Die klinischen Ergebnisse sind sehr gut."   Die Kardiologen in Frankfurt gehörten mit Ärzten in Düsseldorf und Rostock weltweit zu den ersten, die Patienten mit adulten Stammzellen behandelt haben. Im Gegensatz zu embryonalen sind adulte Stammzellen ethisch nicht umstritten.

Der Wirkmechanismus der Zellen ist noch nicht ganz erforscht. Sie veränderten und beschleunigten lokal den Gewebeumbau und bildeten kleine Gefäße, die die Perfusion verbessern, so Dimmeler. Ob sie Muskelfasern bilden, sei noch umstritten. Meist wird wegen chronischer Herzkrankheiten mit den Zellen behandelt. 

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