Ärzte Zeitung, 12.12.2006
 

Experten plädieren für INR im Gerinnungslabor

FRANKFURT AM MAIN (eb). Zur Kontrolle der Gerinnungszeit bei Patienten, die orale Antikoagulantien einnehmen, wird in Krankenhäusern und Praxen immer noch hauptsächlich der Quick-Test verwendet anstatt des INR-Wertes (International Normalized Ratio). Darauf haben Experten der Deutschen Herzstiftung hingewiesen.

Der Quick-Wert sei jedoch nicht ausreichend standardisiert und könne von Labor zu Labor sehr unterschiedlich ausfallen, heißt es weiter. Schon 1983 habe die WHO deshalb den INR-Wert als weltweiten Standard empfohlen, heißt es weiter. Die Deutsche Gesellschaft für Kardiologie hat sich dieser Empfehlung angeschlossen.

Für Patienten, deren Gerinnungswerte kontrolliert werden müssen, hat die Deutsche Herzstiftung einen Ausweis zur Gerinnungskontrolle herausgebracht, der kostenlos angefordert werden kann.

Bezug des Gerinnungsausweises bei: Deutsche Herzstiftung e.V., Vogtstraße 50, 60322 Frankfurt am Main, E-Mail: info@herzstiftung.de.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Es kommt Schwung in die Entwicklung neuer Psychopharmaka

Bald könnte es einen Schub für die Entwicklung neuer Psychopharmaka geben. Denn Forscher finden immer mehr über die Entstehung psychischer Erkrankungen heraus. mehr »

Spielt Krebs eine Rolle beim plötzlichen Kindstod?

Ein plötzlicher Kindstod bei einer unbekannten neoplastischen Erkrankung ist selten, aber kommt vor. Das ist das Ergebnis einer britischen Studie. mehr »

Patienten sollen Verdacht auf Nebenwirkung melden

Alle europäischen Arzneimittelbehörden fordern in einer gemeinsamen Kampagne Patienten auf, ihnen verstärkt Verdachtsfälle von Nebenwirkungen zu melden. mehr »