Ärzte Zeitung, 16.12.2009

Gemeinsam zum richtigen Blutdruck

Ärzte und Pharmazeuten erreichen zusammen mehr

IOWA CITY (Rö). Die enge Zusammenarbeit zwischen einem Arzt und einem Pharmazeuten kann Erstaunliches bewirken. So lässt sich nach den Ergebnissen einer Studie eine wesentlich bessere Blutdruckeinstellung erreichen als mit einer ärztlichen Betreuung allein.

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In der prospektiven, kontrollierten Studie mit 402 Patienten im US-Staat Iowa sank der Blutdruck bei den Patienten mit gemeinsamer Betreuung um 21 mmHg systolisch und um 10 mmHg diastolisch. In der Kontrollgruppe mit herkömmlicher Betreuung sanken der systolische Blutdruck nur um 7 mmHg und der diastolische nur um 4,5 mm Hg. Der Unterschied beim systolischen Blutdruck war signifikant. Das berichtet Dr. Barry L. Carter von der Universität von Iowa in den USA (Arch Intern Med 2009; 169 (21): 1996).

Erheblich sind die Unterschiede auch den Patienten, bei denen der Blutdruck ausreichend gesenkt worden war. Während das bei herkömmlicher Therapie nur bei 30 Prozent der Fall war, erreichten mit der besonderen Betreuung 64 Prozent ihr Therapieziel.

Wie sah die spezielle Betreuung der Patienten aus? Diese Hypertoniker wurden außer von ihren Ärzten von klinischen Pharmazeuten beraten, die in den Praxen anwesend waren. Die Pharmazeuten machten für die Patienten Therapieempfehlungen gemäß den Leitlinien zur Hypertoniebehandlung und berieten dazu die Ärzte. Insgesamt machten die Pharmazeuten 771 Empfehlungen, von denen 742 von den Ärzten akzeptiert wurden. In der Gruppe mit der besonderen Betreuung war die Medikation deutlich intensiver.

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