Kardiologie

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Modul: Akute und chronische Herzinsuffizienz

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Ärzte Zeitung, 29.08.2005

Gefährlich: KHK und dicker Bauch

Neue Datenanalysen der HOPE-Studie / Das Gewicht muß runter, auch bei stabiler KHK

STE-FOY (ner). Je dicker jemand mit stabiler Koronarer Herzkrankheit (KHK) ist, desto schlechter ist dessen Prognose. Das erscheint aus heutiger Sicht zwar logisch, war so aber bisher nicht konkret nachgewiesen worden.

Auch der Bauchumfang bestimmt die KHK-Prognose. Foto: Lipid-Liga/Sanofi-Aventis

Studienärzte der bekannten HOPE-Studie haben das nun mit einer weiteren Datenanalyse nachgeholt. HOPE steht für "Heart Outcomes Prevention Evaluation". Vor allem die abdominale Adipositas ist bei Männern und Frauen der Analyse zufolge mit einem erhöhten Herzinfarkt- und Sterberisiko behaftet, schreiben Dr. Gilles R. Dagenais aus Ste-Foy in Kanada und seine Kollegen im "American Heart Journal" (149, 2005, 54).

Wichtig: Der Body Mass Index (BMI) allein sagt wenig über die individuelle Gefährdung aus. Erst im Zusammenhang mit dem Taillenumfang und des Verhältnisses von Taillen- zu Hüftumfang (waist to hip ratio, WHR) können eindeutige Prognosen abgegeben werden.

Mehr als 6600 Männer und fast 2200 Frauen mit stabiler KHK waren in der HOPE-Studie 4,5 Jahre lang behandelt und nachbeobachtet worden. Verglichen mit einem BMI von weniger als 25 kg/m2 hatten Menschen mit Werten von mehr als 29 kg/m2 20 Prozent mehr Herzinfarkte.

Taillenumfänge von über 98 cm bei Frauen und 103 cm bei Männern waren unabhängige Prädiktoren für signifikant mehr Herzinfarkte und kardiovaskulär bedingte Todesfälle. Außerdem waren sie mit einer um 17 Prozent erhöhten Gesamtmortalitätsrate verbunden. Das Risiko für eine Herzinsuffizienz war im Vergleich zu einem normalen Bauchumfang um 38 Prozent erhöht.

Fazit der Kardiologen: Die Gewichtsreduktion sollte integraler Bestandteil der Behandlung von Patienten mit stabiler KHK sein.

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