Ärzte Zeitung, 04.09.2007

Neues System ermittelt Zustand der Gefäße

WIEN (eb). In welchem Zustand sind die Gefäße eines Menschen? Ein neues System von Siemens Medical Solutions schätzt dies besonders genau ab. Mit einer speziellen Software wird dabei das Gefäßrisiko mit Faktoren wie Intima-Media-Dicke der Karotis, Cholesterinwerten und Blutdruck ermittelt.

Mit dem syngo Arterial Health-Paket (AHP) lässt sich bei einem Patienten das vaskuläre Alter - das heißt die arterielle Gefäßsteifigkeit - abschätzen und visuell darstellen. Das teilt das Unternehmen Siemens Medical Solutions mit. Das System wird beim Kongress der European Society of Cardiology in Wien vorgestellt.

Um das Gefäßrisiko zu ermitteln, wird die Dicke von Intima und Media per Ultraschall gemessen. Zusätzlich berücksichtigt das System die ARIC*-Datenbank, um das relative Gefäßalter anstelle des chronologischen Alters des Patienten zu bestimmen. Dabei werden die Framingham-Risikofaktoren und Studiendaten zur Abschätzung des kardiovaskulären Risikos berücksichtigt.

Durch die Kombination von vaskulärem Alter, Framingham-Faktoren und ARIC-Daten lässt sich das Herzinfarkt- und Schlaganfallrisiko besonders genau bestimmen. Ergibt sich dabei ein erhöhtes Risiko für eine Gefäßkrankheit, kann für den Patienten ein individueller Präventions- und Therapieplan erstellt werden.

*Atherosclerosis Risk in Communities

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

30 Minuten Bewegung am Tag verhindern jeden 12. Todesfall

Bewegung verlängert das Leben, das bestätigt die bisher größte Studie zum Thema. Und: Bewegung im Alltag reicht dazu schon aus, es muss kein anstrengender Sport sein. mehr »

Merkel beansprucht Führung weiter für sich

Drastische Einbußen, aber immer noch vorn: Die Wähler versetzen der Union einen Kinnhaken. Die große Koalition scheint passé. Auch die Umfrageteilnehmer der "Ärzte Zeitung" hatten bereits im Vorfeld eine neue "GroKo" abgelehnt. mehr »

Impfpflicht löst Masernproblem nicht

Eine Impfpflicht bei Masern würde ungeimpfte Erwachsene als Verursacher nicht erreichen und Skeptiker vor den Kopf stoßen. Ausbrüche sind nur mit mehr Engagement zu verhindern, so RKI-Präsident Prof. Lothar Wieler. mehr »