Detonierende Nanopartikel brennen Plaques weg

ATLANTA (mut). Gefäßplaques lassen sich mit einer neuen Technik buchstäblich wegsprengen: Dabei werden Nanopartikel an die Plaques gebunden und per Laser zur Explosion gebracht.

Veröffentlicht:

Diesen ungewöhnlichen Ansatz stellten jetzt russische Kardiologen beim ACC-Kongress vor. Sie haben in einer Studie das neue Verfahren bereits bei 27 Patienten mit Erfolg geprüft. Bei einem Teil der Patienten wurden Silizium-Gold-Partikel mit 80 nm Durchmesser über Antikörper beschichtete Mikrobläschen zu den Plaques gelockt, eine zweite Gruppe erhielt Plaque-affine Progenitor-Zellen, die mit solchen Partikeln beladen wurden, eine dritte Gruppe bekam nur Salzlösung.

Wie das Kardiologenportal "heartwire" berichtet, wurden die Plaques anschließend mit einem Nah-Infrarotlaser bestrahlt. Das Gewebe ist für diese Form des Infrarotlichts durchlässig, das Licht heizt jedoch die Nanopartikel auf 50 bis 150 Gard Celsius auf und lässt sie förmlich explodieren, sobald sie in den Laserfokus geraten. Dabei werden die Plaques weggebrannt. In der Studie ließen sich mit der Progenitor-Zell-Methode 97 Prozent des Plaquevolumens entfernen, mit den Mikrobläschen waren es 64 Prozent. Auch ein Jahr nach der Therapie gab es keine Restenosen, zudem wurden keine anderen Komplikationen beobachtet.

Die Bildung von Plaques verhindern kann möglicherweise eine weitere neue Therapie: Mit Antisense-RNA gegen Apolipoprotein B ließ sich der LDL-Wert in einer Studie um ein Viertel senken (Lancet online).

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema
Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Abb. 1: Potenzielle Schäden durch eine Influenza-Infektion an verschiedenen Organsystemen

© Springer Medizin Verlag

Impfen und Herzgesundheit

Mehr als nur Grippeschutz: Warum die Influenza-Impfung bei Menschen mit kardiovaskulären Erkrankungen so wichtig ist

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Sanofi-Aventis Deutschland GmbH, Frankfurt a. M.
Abb. 1: Mittlere Veränderung des DAS28-CRP bis Woche 52 gegenüber Ausgangswert (primärer Wirksamkeitsendpunkt)

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [2]

Anti-TNF-Therapie

Erstes Golimumab-Biosimilar erweitert Therapiespielräume bei RA, PsA, axSpA und pJIA

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Advanz Pharma GmbH, München
Zielgerichtete Interleukin-23p19-Inhibition

© Oleh / stock.adobe.com

Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen

Zielgerichtete Interleukin-23p19-Inhibition

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Lilly Deutschland GmbH, Bad Homburg v.d.H.
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Porträt

Wie eine Gynäkologin ihre Krebserkrankung in einem Comic verarbeitet

Herzinfarkt-Prävention

Diabetes: Grippeimpfung schützt das Herz!

Lesetipps
Maske

© Porträt: BVKJ | Spritze: Fiedels / stock.adobe.com

Sie fragen – Experten antworten

Mutter mit MS: Kind gegen MMR impfen?

Ein Mann zieht an einem riesigen Virus.

© freshidea / stock.adobe.com

Off-Label-Use möglich

Long-COVID-Therapie: So schätzt Hausarzt Maibaum den G-BA-Beschluss ein