Ärzte Zeitung, 31.01.2011

USA: Kosten für KHK explodieren

DALLAS (hub). In den kommenden 20 Jahren erwarten die USA, dass 40 Prozent der Bevölkerung eine kardiovaskuläre Erkrankung haben. Es wird prognostiziert, dass die Inzidenz kardiovaskulärer Erkrankungen insgesamt um 10 Prozent zunimmt.

Die Inzidenz von Bluthochdruck würde um 10 Prozent, die von Herzschwäche und Schlaganfall um jeweils 25 Prozent steigen, teilt die US-Herzgesellschaft AHA mit. Und bei KHK gebe es nach AHA-Angaben eine Zunahme von knapp 17 Prozent bis 2030.

Diese Entwicklung würde die direkten medizinischen Kosten durch die Therapie der Patienten mit Bluthochdruck, KHK, Herzinsuffizienz oder Schlaganfall verdreifachen. In Euro ausgedrückt würden demnach die Kosten von derzeit 200 Milliarden auf knapp 590 Milliarden steigen.

Herz-Kreislauf-Erkrankungen könnten zum Großteil verhindert werden, heißt es weiter. Das Gesundheitssystem müsse daher den Fokus stärker auf Prävention und frühe Intervention legen, fordert die AHA.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Mikroben – Heimliche Heiler

Jede zweite Zelle in und auf uns gehört einer Mikrobe. Durch die erfolgreiche Behandlung mit fäkalen Mikrobiota – zum Beispiel bei Autismus – hat die Mikrobiomforschung an Fahrt gewonnen. mehr »

Junge Besucher waren "Verjüngerungskur für DGIM"

Die "Ärzte Zeitung" hat den letzten DGIM-Kongresstag mit der Kamera begleitet. Tagungspräsident Sieber hat uns dabei Rede und Antwort gestanden – und erzählt, was ihn in den Tagen begeistert hat. mehr »

628 Kliniken soll Geld gestrichen werden

Hunderte Krankenhäuser sollen nach einem Beschluss des Gemeinsamen Bundesausschusses keinen Zuschlag mehr für die Notfallversorgung erhalten. mehr »