Ärzte Zeitung, 29.04.2015

Auszeichnung

Forschung zu myointimaler Hyperplasie prämiert

MANNHEIM. Den diesjährigen Paul-Martini-Preis hat Professor Dr. Sonja Schrepfer vom Universitären Herzzentrum Hamburg am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf erhalten: für wegweisende Arbeiten zur besseren Therapie der koronaren Herzkrankheit und anderen durch Gefäßverengung verursachten Krankheiten, teilt die Paul-Martini-Stiftung mit.

Schrepfers Forschung gilt der Verhinderung der myointimalen Hyperplasie und der Regeneration geschädigter Gefäße. Schrepfer und ihr Team wiesen nach, so die Stiftung, dass das Protein PDK2 in den Mitochondrien der glatten Muskelzellen ein wesentlicher Regulator der Hyperplasie ist.

Wird es in seiner Aktivität blockiert, bremst das die Muskelverdickung wesentlich. Bei in vivo und in vitro Versuchen habe sich zudem gezeigt, dass eine Blockade nicht zugleich auch das Gefäßheilungsvermögen beeinträchtigt.

Deshalb kann Schrepfer ihren mittlerweile patentierten Therapieansatz bald in einer klinischen Studie überprüfen. "Die prämierten Arbeiten eröffnen grundlegend neue konzeptionelle und methodische Ansätze zur Pharmakotherapie von Gefäßverengung und zu zellbasierten Therapien", wird Professor Stefan Endres, Mitglied der Jury, in der Mitteilung zitiert. (eb)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Mütter stellen früh die Weichen für Babys Gesundheit

Dicke Mutter = dickes Baby: Diese Gleichung geht oft auf - leider. Ernährungs-Experten tauschen sich daher auf einem Kongress über den frühen Einfluss der mütterlichen Ernährung u.a. auf das Diabetesrisiko des Kindes aus und geben Tipps. mehr »

Würden Ärzte Gröhe wählen?

In einer großen Umfrage fragten wir Ärzte: "Wenn der Bundesgesundheitsminister direkt vom Volk gewählt werden könnte, wen würden Sie wählen?" Lesen Sie hier die Antwort. mehr »

Bei Dauerschmerz leidet auch das Gedächtnis

Wird der Geist träger, geht das zulasten von Lebensqualität und Unabhängigkeit. Eine US-Studie hat den Einfluss anhaltender Schmerzen auf Kognition und Demenzrisiko untersucht. mehr »