Kardiologie

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Modul: Diabetes und Herzinsuffizienz – Update 2017

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Forschung und Praxis, 25.10.2004

Candesartan senkt bei systolischer Herzinsuffizienz Mortalität und Morbidität

Die Behandlung mit dem AT1-Rezeptorblocker Candesartan zusätzlich zur Standardtherapie verringert bei systolischer linksventrikulärer Dysfunktion signifikant die Mortalität und Morbidität. Dies belegen Ergebnisse einer neuen Analyse von Daten der CHARM-Studie, die auf die Gruppe der Patienten mit Herzinsuffizienz und erniedrigter linksventrikulärer Auswurffraktion fokussiert war.

Zur Erinnerung: In CHARM ist die Wirksamkeit von Candesartan (Atacand®, Blopress®) bei drei unterschiedlichen Patientenkollektiven mit Herzinsuffizienz (n = 7601) im Vergleich zu Placebo untersucht worden. Verglichen wurden beide Therapien in drei Teilstudien bei Patienten mit erniedrigter Auswurffraktion (< 40 Prozent) mit ACE-Hemmer-Therapie (CHARM-Added), bei Patienten mit erniedrigter Auswurffraktion ohne ACE-Hemmer-Therapie (CHARM-Alternative) und bei Patienten mit erhaltener systolischer linksventrikulärer Funktion (Auswurffraktion > 40 Prozent, CHARM-Preserved).

In einer vorab geplanten Analyse sind nun die gepoolten Daten aller Patienten mit eingeschränkter systolischer linksventrikulärer Dysfunktion (CHARM-Added und CHARM-Alternative, n = 4576) separat ausgewertet worden. Professor Karl Swedberg aus Göteborg hat die Ergebnisse in München vorgestellt.

Die Auswurffraktion der Patienten mit systolisch bedingter Herzinsuffizienz betrug im Mittel 29 Prozent. In einem Zeitraum von im Mittel 3,3 Jahren wurde die Gesamtsterblichkeit durch Candesartan signifikant um 12 Prozent gesenkt (von 31,0 auf 28,0 Prozent). Dieser Effekt zeigte sich schon sehr früh: Nach einem Jahr war die Sterblichkeitsrate in der Candesartan-Gruppe um 33 Prozent und nach zwei Jahren um 20 Prozent niedriger als in der Placebo-Gruppe.

Die Rate der kardiovaskulär bedingten Letalität und Klinikeinweisungen infolge Herzinsuffizienz wurde durch Candesartan signifikant um 16 Prozent reduziert (von 44,6 auf 40,0 Prozent). Die Zahl der durch Herzinsuffizienz bedingten Krankenhausaufnahmen verringerte sich im Vergleich zu Placebo signifikant um 24 Prozent (von 28,1 auf 22,5 Prozent).

Diese Effekte von Candesartan waren unabhängig von der gleichzeitigen Behandlung mit prognostisch wirksamen Medikamenten wie ACE-Hemmern, Betablockern oder Spironolacton. Auch bei einer Triple-Therapie mit ACE-Hemmer, Betablocker und Candesartan hatte der AT1-Blocker einen günstigen additiven Effekt, betonte Swedberg. Dies steht im Gegensatz zu Beobachtungen in der Val-HeFT-Studie: Dort schien die Triple-Therapie mit ACE-Hemmer, Betablocker und Valsartan eher ungünstig zu sein. (ob)

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