Ärzte Zeitung, 30.08.2011

Vorhofflimmern: Okkluder beugt Thromben vor

Vorhofflimmern: Okkluder beugt Thromben vor

PARIS (eb). Kommt für Patienten mit Vorhofflimmern eine Antikoagulation nicht infrage, lässt sich mit einem Verschlusssystem (Okkluder) langfristig Schlaganfällen vorbeugen.

Thromben bilden sich nämlich bei mehr als 90 Prozent der Fälle von Vorhofflimmern im linken Vorhofohr. Durch dessen Verschluss kann die Bildung von Thromben verhindert werden.

Bei dem Verfahren wird der Okkluder per Katheter über die Femoralvene im linken Vorhofohr platziert.

In einer Studie aus Leipzig konnte die Nicht-Unterlegenheit des Okkluder-Verfahrens im Vergleich zur Antikoagulation beim kombinierten Endpunkt Tod, Schlaganfall und systemische Embolisation belegt werden, so Dr. Nicolas Majunke aus Leipzig beim ESC.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Hoffnung für Leukämiepatienten

In den USA steht die erste Gentherapie zur Behandlung von Krebskranken vor der Zulassung. Auch in Deutschland dürfte es nicht mehr allzu lange dauern, bis es so weit ist. mehr »

Kaugummi erkennt Infektionen im Mund

Ein neuer Kaugummi-Schnelltest soll künftig dabei helfen, bakterielle Entzündungen früh im Mund zu erkennen. Die Idee ist so einfach wie hilfreich: Durch Kauen erkennt der Patient selbst, ob es ein Problem gibt. mehr »

Zwangsbehandlung nur als letztes Mittel

Das Bundesverfassungsgericht setzt enge Vorgaben für die Behandlung von nicht einsichtsfähigen Patienten gegen ihren Willen. Die Richter fordern ein Gesetz, das die Voraussetzungen für eine Zwangsbehandlung klar benennt. mehr »