Direkt zum Inhaltsbereich

Kinder und Jugendliche

BfR warnt vor hohem Konsum von Energy Drinks

Etwa 10 Prozent der Jugendlichen trinken übermäßig viel Energy Drinks, so das BfR.

Veröffentlicht:
Energy Drinks: Laut der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit sollten Kinder und Jugendliche täglich nicht mehr als drei Milligramm Koffein pro Kilogramm Körpergewicht zu sich nehmen

Energy Drinks: Laut der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit sollten Kinder und Jugendliche täglich nicht mehr als drei Milligramm Koffein pro Kilogramm Körpergewicht zu sich nehmen

© spf / stock.adobe.com

BERLIN. Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) hat eine Stellungnahme zu den Auswirkungen von Energy Drinks auf Herz und Kreislauf bei Kindern und Jugendlichen veröffentlicht.

In seiner Bewertung kommt das Institut zu dem Schluss, dass moderate Energy-Drink-Mengen nicht zu unerwünschten Wirkungen bei jungen gesunden Erwachsenen führen. Bei einigen, die in den bewerteten Studien einen Liter getrunken hatten, zeigten sich jedoch moderate bis schwerwiegendere Wirkungen: Herzklopfen, Kurzatmigkeit, Muskelzittern, Übelkeit, Angstzustände, Nervosität sowie EKG-Veränderungen, heißt es in einer BfR-Mitteilung.

Laut der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit sollten Kinder und Jugendliche täglich nicht mehr als drei Milligramm Koffein pro Kilogramm Körpergewicht zu sich nehmen, erinnert das BfR. Bei einem gesunden jungen Menschen mit etwa 50 kg Körpergewicht sind dies 150 mg Koffein. Diese Menge wird schon mit zwei handelsüblichen Dosen Energy Drink mit jeweils 80 mg Koffein pro 250 ml überschritten.

Befragungen zum Trinkverhalten belegten, dass zehn Prozent der Kinder und Jugendlichen in Deutschland zu bestimmten Gelegenheiten übermäßig hohe Mengen an Energy Drinks von einem Liter und mehr konsumieren. Diese zehn Prozent seien als HochRisikogruppe anzusehen, wird BfR-Präsident Professor Andreas Hensel in der Mitteilung zitiert. „Viele wissen nicht, dass zusätzlicher Alkoholkonsum oder anstrengende körperliche Betätigung die unerwünschten Wirkungen des Koffeins weiter verstärken.“

Das BfR empfiehlt daher, noch intensiver aufzuklären, um dem übermäßigen Konsum von Energy Drinks bei jungen Menschen entgegenzuwirken. Die Risikogruppe wäre mit Kampagnen etwa an Schulen gut zu erreichen.

Seit 2014 muss auf Energy-Drink-Produkten, die mehr als 150 mg Koffein pro Liter enthalten, folgender Hinweis erscheinen: „Erhöhter Koffeingehalt. Für Kinder und schwangere oder stillende Frauen nicht empfohlen.“ (eb)

Die Stellungnahme ist abrufbar unter www.bfr.bund.de > Publikationen > BfR-Stellungnahmen > 2019

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Herzbericht 2026

Das sind die aktuellen Trends in der Herzmedizin

Das könnte Sie auch interessieren
Gut organisiert in die Grippesaison starten

© Abraham Gonzalez Fernandez | Getty Images

Impfmanagement

Gut organisiert in die Grippesaison starten

Anzeige | Viatris Germany GmbH
Influenzaimpfung: Technologie, Evidenz und Empfehlung

© Lu ShaoJi | Getty Images

Grippeimpfstoff-Forschung

Influenzaimpfung: Technologie, Evidenz und Empfehlung

Anzeige | Viatris Germany GmbH
Welche Rolle spielt Zink?

© Tondone | AdobeStock

Immunsystem unterstützen:

Welche Rolle spielt Zink?

Anzeige | Wörwag Pharma GmbH & Co. KG
Impf- und Zinkstatus im Blick

© Wörwag Pharma | KI-generiert

Bei Risikogruppen:

Impf- und Zinkstatus im Blick

Anzeige | Wörwag Pharma GmbH & Co. KG
Wann die Zinkversorgung knapp werden könnte

© artemidovna | AdobeStock

Ernährungsfallen:

Wann die Zinkversorgung knapp werden könnte

Anzeige | Wörwag Pharma GmbH & Co. KG
Kommentare
Sonderberichte zum Thema

Vom Warnsignal zur RNAi-Therapie

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Alnylam Germany GmbH, München
HFpEF: Diagnostik, Therapie und Monitoring für die tägliche Praxis

© Rasi / stock.adobe.com

Chronische Herzinsuffizienz

HFpEF: Diagnostik, Therapie und Monitoring für die tägliche Praxis

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Bayer Vital GmbH, Leverkusen
ATTR-CM-Therapien im Wandel: Die Rolle von Acoramidis

© CLIPAREA.com / stock.adobe.com

Transthyretin-Amyloidose mit Kardiomyopathie

ATTR-CM-Therapien im Wandel: Die Rolle von Acoramidis

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Bayer Vital GmbH, Leverkusen
Vorteile des Logins

Mit unserem kostenloses Login erhalten Ärztinnen und Ärzte, Medizinstudierende sowie Fachkräfte im Gesundheitswesen vollen Zugriff auf unsere medizinischen und praxisrelevanten Inhalte.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Akute Belastung versus chronische Schäden

Marathonläufer sollten ihren Nierenstatus kennen

Lesetipps
Eine schwangere Frau hält sich die rechte Bauchseite und telefoniert.

© T Mdlungu/peopleimages.com / Stock.adobe.com

Kasuistik

Schwangere mit akutem Abdomen: Der Blinddarm war es diesmal nicht

Bluttest

© NiDerLander / stock.adobe.com

Demenz erkennen

Neuer Ansatz für eine Alzheimer-Diagnostik mittels Bluttests