Ärzte Zeitung, 10.09.2012

Präventionstag

Schlaganfall-Patienten suizidgefährdet

GÜTERSLOH (eb). 63.000 Menschen in Deutschland sterben jährlich durch einen Schlaganfall. Etwa 100 von ihnen scheiden dabei jedes Jahr freiwillig aus dem Leben, so die Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe in einer Mitteilung.

Aus Anlass des Welt-Suizid-Präventionstags am Montag fordert die Stiftung eine bessere langfristige Begleitung von Schlaganfall-Patienten. Auslöser der Suizide kann nämlich die "Post Stroke Depression" (PSD) sein.

Nach Schätzungen ist rund ein Drittel der Patienten nach Schlaganfall von PSD betroffen, berichtet die Stiftung.

Oft werde aber nicht gegen PSD therapiert. Darauf deute eine Analyse des Gelsenkirchener Instituts Arbeit und Technik (IAT) zur Versorgung von Schlaganfall-Betroffenen in der Region Rhein-Ruhr hin, so die Stiftung.

Auffällig war, dass nicht immer alle Komplikationen diagnostiziert oder dokumentiert wurden. Depression als Schlaganfall-Komplikation tauchte praktisch nicht auf.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Alles dreht sich um die Ballaststoffe

Gegen die meisten Zivilisationskrankheiten gibt es offenbar ein simples Rezept: Ballaststoffe essen! Wer eine bestimmte Menge täglich isst, lebt länger, ergab eine Mega-Studie. mehr »

Der Brexit – Ein Politkrimi à la Shakespeare

Unser Londoner Korrespondent Arndt Striegler beobachtet das Brexit-Drama live vor Ort. Im britischen Unterhaus wird gerade ein politisches Endspiel inszeniert – weit weg von den realen Sorgen vieler Briten. mehr »

Portoerhöhung trifft Ärzte voll

Die Post will das Porto für Standardbriefe voraussichtlich zum 1. April 2019 erhöhen. Das Thema Arztbriefe will die KBV auch in die Verhandlungen mit den Kassen einbringen. mehr »