Ärzte Zeitung online, 07.05.2014
 

Schlaganfall

Verordnungsmenge unverändert hoch

FRANKFURT/MAIN. 3,3 Millionen Arzneimittelverordnungen erfolgten 2013 aufgrund der Diagnose "Schlaganfall". Damit ist die Verordnungsmenge in dieser Indikation gegenüber dem Vorjahr 2012 unverändert hoch.

Zwei Drittel der Verordnungen gingen an Patienten, die 70 Jahre und älter waren. Das zeigen Zahlen, die das Beratungsunternehmen IMS Health am Montag dieser Woche veröffentlichte.

Demnach nimmt die Schlaganfall-Therapie unter Patienten ab dem 40. Lebensjahr deutlich zu. Nur fünf Prozent der Verordnungen entfielen der IMS-Analyse zufolge 2013 auf Patienten bis zu einem Alter von 39 Jahren. Weitere 28 Prozent entfielen auf Patienten im Alter zwischen 40 und 69.

Die mit Abstand am häufigsten zu der Diagnose "Schlaganfall" verordneten Präparate waren Gerinnungshemmer: Rund 1,5 Millionen Rezeptpositionen. Allerdings wurden unter anderem auch Antiepileptika, Diuretika, Lipidsenker oder Antidepressiva an Schlaganfall-Patienten abgegeben.

Der Umsatz all dieser Präparate betrug 2013 rund 85 Millionen Euro (zu Herstellerabgabepreisen). Das ist ein Zuwachs von vier Prozent. (cw)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Wie Grippeviren ihr Erbgut steuern

Forscher haben nachgewiesen, wie Gene von Influenza-A-Viren an- und abgeschaltet werden. Die Erkenntnisse sollen die Entwicklung neuer Therapien vorantreiben. mehr »

Mehr Transparenz soll die Wogen der SPRINT-Studie glätten

Der Streit um die SPRINT-Studie hält an. Im Fokus steht die genutzte Methode der Praxisblutdruckmessung, um die sich Gerüchte rankten. Jetzt hat die SPRINT-Gruppe für mehr Transparenz gesorgt. mehr »

Vorsorge für den Brexit – Ansturm auf das Aufenthalts-Zertifikat

Viele Gesundheitsfachkräfte aus EU-Ländern haben Großbritannien schon verlassen. Diejenigen, die bleiben wollen, versuchen nun, das "Settled-Status"-Zertifikat zu erlangen. mehr »