Direkt zum Inhaltsbereich

Kommentar zur Thrombose

Mehr Sicherheit gibt es nicht

Von Beate Schumacher Veröffentlicht:

Der Wunsch von Patienten nach größtmöglicher Gewissheit ist verständlich, vor allem wenn ein Krebsverdacht im Raum steht. Das Bedürfnis sollte aber nicht dazu verleiten, die Tumorsuche bei Patienten mit einer venösen Thromboembolie (VTE) unklarer Genese unangemessen auszuweiten.

Laut Leitlinie beschränkt sich das "sachgerecht intensivierte" Screening auf körperliche Untersuchung, Hämokkult (ab 50 Jahren) und Koloskopie (ab 55 Jahren) sowie die üblichen Untersuchungen auf Mamma- und Zervix- oder Prostatakarzinome.

CT-Aufnahmen sind nicht vorgesehen und einer jetzt publizierten Studie zufolge auch nicht sinnvoll. Tumoren werden dadurch nicht häufiger und nicht früher entdeckt als mit einem alleinigen Basis-Screening.

Die CT ist demnach wegen der zusätzlichen Untersuchungen und der hohen Strahlendosis vor allem eine weitere Belastung für die Patienten.

Für beunruhigte Patienten ist das eine gute Nachricht: Wenn das Basis-Screening bei ihnen keinen Tumor entdeckt, dann liegt ihr Risiko, binnen Jahresfrist doch noch eine Krebsdiagnose zu erhalten, bei etwa einem Prozent.

Ihr Krebsrisiko ist damit ähnlich niedrig wie das von Personen ohne VTE. Mehr Sicherheit kann man ihnen auch mit weiteren Untersuchungen nicht geben.

Lesen Sie dazu auch: Thrombose: Krebs-Screening mit CT ohne Zusatznutzen

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Datenbankstudie

Wann DOAK wieder ansetzen nach Darmspiegelung?

Das könnte Sie auch interessieren
Jugendliche die schon früh, ohne Eltern in die Sprechstunde kommen, werden selbstständiger.

© Racle Fotodesign / stock.adobe.com

Typ-1-Diabetes bei Kindern und Jugendlichen

Wie gelingt der Übergang vom Pädiater in die Erwachsenenmedizin?

Frauen erhalten eine andere und meist schlechtere Behandlung als Männer. Sie sind häufiger vom Medical Gaslighting betroffen, insbesondere in der Kardiologie.

© NPS Studio / stock.adobe.com

Hormone, Schwangerschaft, Wechseljahre

Warum ein Diabetes Frauen anders trifft als Männer

Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Abb. 1: Die kardiorenalmetabolische Organachse: ganzheitliche Versorgung durch interdisziplinäre Zusammenarbeit (Quelle: Michalopoulou E et al., J Clin Med 2025, 14:428)

© Springer Medizin Verlag

Biomarker gegen Diabetes-Folgen

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Roche Diagnostics Deutschland GmbH, Mannheim
Porträt: xxx

© Porträt: Alexander Sahi

„ÄrzteTag extra“-Podcast

Testosteronmangel: Worauf es in der Hausarztpraxis ankommt

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Besins Healthcare Germany GmbH, Berlin

BCMA-gerichtete CAR-T-Zelltherapie rückt nach vorn

Cilta-cel setzt Standards im ersten Rezidiv

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Janssen-Cilag GmbH, Neuss, a Johnson & Johnson company
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Mega-Analyse

BMI ade? Beim kardiovaskulären Risiko kommt es auf das Bauchfett an

Lesetipps
Ärztin mit Patientem

© Alexander Raths / stock.adobe.com

Dermatologin Yael Adler gibt Tipps

Wie man Hypochondern in der Praxis am besten begegnet

Eine Ärztin spricht mit einer Patientin.

© Monkey Business / stock.adobe.com

Biopsychosozial vorgehen!

So unterstützen Sie Ihre Patienten bei funktionellen Körperbeschwerden

Die Ärzte Zeitung ist jetzt auch auf Instagram aktiv.

© prima91 / stock.adobe.com

Social Media

Folgen Sie der Ärzte Zeitung auf Instagram