Thrombose/Schlaganfall

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Modul: Akuttherapie und Sekundärprophylaxe des ischämischen Schlaganfalls – Ein Musterbeispiel für personalisierte Medizin

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Ärzte Zeitung, 08.07.2015

Kommentar zur Thrombose

Mehr Sicherheit gibt es nicht

Von Beate Schumacher

Der Wunsch von Patienten nach größtmöglicher Gewissheit ist verständlich, vor allem wenn ein Krebsverdacht im Raum steht. Das Bedürfnis sollte aber nicht dazu verleiten, die Tumorsuche bei Patienten mit einer venösen Thromboembolie (VTE) unklarer Genese unangemessen auszuweiten.

Laut Leitlinie beschränkt sich das "sachgerecht intensivierte" Screening auf körperliche Untersuchung, Hämokkult (ab 50 Jahren) und Koloskopie (ab 55 Jahren) sowie die üblichen Untersuchungen auf Mamma- und Zervix- oder Prostatakarzinome.

CT-Aufnahmen sind nicht vorgesehen und einer jetzt publizierten Studie zufolge auch nicht sinnvoll. Tumoren werden dadurch nicht häufiger und nicht früher entdeckt als mit einem alleinigen Basis-Screening.

Die CT ist demnach wegen der zusätzlichen Untersuchungen und der hohen Strahlendosis vor allem eine weitere Belastung für die Patienten.

Für beunruhigte Patienten ist das eine gute Nachricht: Wenn das Basis-Screening bei ihnen keinen Tumor entdeckt, dann liegt ihr Risiko, binnen Jahresfrist doch noch eine Krebsdiagnose zu erhalten, bei etwa einem Prozent.

Ihr Krebsrisiko ist damit ähnlich niedrig wie das von Personen ohne VTE. Mehr Sicherheit kann man ihnen auch mit weiteren Untersuchungen nicht geben.

Lesen Sie dazu auch:
Thrombose: Krebs-Screening mit CT ohne Zusatznutzen

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