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Nicht nur Krafttraining, auch Gymnastik stärkt die Beinmuskeln

MÜNCHEN (ikr). Frauen in der Postmenopause müssen nicht unbedingt ins Fitneßstudio, wenn sie die Kraft in ihren Beinen steigern und so ihr Sturz- und Frakturrisiko senken wollen. Bereits einfache Wirbelsäulengymnastik kann die Beinkraft um über ein Fünftel erhöhen, wie eine Studie belegt.

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Regelmäßiger Sport kann die Knochenmineraldichte erhöhen oder zumindest erhalten sowie die Muskelkraft in den Beinen steigern und so das Frakturrisiko senken. Wie gut dies mit unterschiedlichen Arten körperlicher Aktivität gelingt, haben Münchner Sportmediziner jetzt bei 69 Frauen in der Postmenopause untersucht (Deutsche Zeitschrift für Sportmedizin 57, 2006, 182). Alle Frauen hatten eine Osteopenie, also eine zu geringe Knochendichte, wie Dr. Monika Siegrist von der TU München und ihre Mitarbeiter berichten.

Ein Jahr lang absolvierten 20 Frauen im Alter zwischen 50 und 70 Jahren lediglich Wirbelsäulengymnastik, und zwar zweimal pro Woche für je 45 Minuten mit vorwiegend rumpfstabilisierenden Übungen. 26 Frauen machten jeweils zusätzlich etwa 30 Minuten lang ein konventionelles Krafttraining an Geräten, einschließlich Latissimuszug, Ruderzug und Beinpresse.

Die übrigen 23 Studienteilnehmerinnen machten zusätzlich zur Wirbelsäulengymnastik zehn Minuten lang ein Vibrationstraining, etwa mit einer Wippe. Hierbei erzeugt ein Elektromotor so rasche Vibrationen, daß es unwillkürlich zu Muskelkontraktionen kommt.

Die Ergebnisse: Mit der Kombination aus Wirbelsäulengymnastik und Vibrationstraining nahm die Kraft der Beinstrecker mit 54 Prozent am stärksten zu, mit der Kombination Wirbelsäulengymnastik plus Krafttraining waren es 50 Prozent. Aber auch mit Wirbelsäulengymnastik alleine erhöhte sich die Kraft der Beinstrecker deutlich, und zwar um 22 Prozent.

Außerdem war bei diesen Frauen das Wohlbefinden - beurteilt nach einer visuellen Analogskala mit 100 Punkten - am besten. Zu einer Zunahme der Knochenfläche kam es mit Wirbelsäulengymnastik plus Krafttraining: Die Knochendichte am Schenkelhals stieg um 1,3 Prozent.

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