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Aids-Zahlen werden nach unten korrigiert

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LONDON (eb). 2006 wurde die Zahl der HIV-Infizierten weltweit mit 40 Millionen angegeben, 2007 aber nur noch mit 33,2 Millionen. Die verminderte Zahl kommt dadurch zustande, dass Statistiken bereinigt und frühere überhöhte Schätzungen korrigiert worden sind.

Das räumen die Weltgesundheitsorganisation und Unaids in ihrem jährlichen Aids-Bericht ein. Eklatant ist die Diskrepanz der Zahlen vor allem in Indien: Dort geben die Behörden die Zahl der Infizierten statt mit ungefähr sechs Millionen 2006 jetzt mit etwa drei Millionen an.

Weiterhin haben sich dem Bericht zufolge im Jahr 2007 2,5 Millionen Menschen neu infiziert, 2,1 Millionen sind an der Krankheit gestorben, darunter 330 000 Kinder unter 15 Jahren. Damit hat sich die Zahl der Aids-Toten in den vergangenen beiden Jahren tatsächlich verringert.

Professor Daniel Halperin von der Harvard School of Public Health schätzt die Zahl der HIV-Infizierten sogar noch geringer ein, und zwar auf weltweit 20 bis 30 Millionen. Der Epidemiologe meint, dass die Zahlen auch deshalb überhöht seien, weil dadurch die Chancen steigen, mehr Geld zur Bekämpfung von Aids zu bekommen. Aids-Experten hätten deshalb Schwierigkeiten, geringere Zahlen einzugestehen, weil sie einen Rückgang der finanziellen Mittel fürchteten. Er warnte davor, Zuwendungen zu kürzen, denn das Problem Aids sei nicht gelöst.

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