Ärzte Zeitung, 29.10.2012

HIV

Andockstelle macht infektiös

Wodurch HI-Viren in die menschlichen Zellen eindringen können, haben Forscher herausgefunden.

HEIDELBERG (eb). Wissenschaftler des Universitätsklinikums Heidelberg und des Deutschen Krebsforschungszentrums haben mit Hilfe höchstauflösender STED-Fluoreszenzmikroskopie - hiermit lassen sich Strukturen optisch erkennen, die nur wenige zehn Nanometer klein sind - einen wichtigen Schritt im Vermehrungszyklus von HI-Viren entdeckt.

Nachdem der AIDS-Erreger seine Wirtszelle verlassen hat, rücken bestimmte Proteine (EnV, Envelope-Proteine), die zunächst über die Oberfläche des HIV-Partikels verteilt sind, eng zusammen.

Erst mit der so entstandenen neuen Struktur können die Viren effizient in menschliche Zellen eindringen - eine Voraussetzung, um diese zu infizieren (Science 2012, 338; 6106: 524-528).

Topics
Schlagworte
AIDS / HIV (1756)
Krankheiten
AIDS (3260)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Rätselhafter Demenz-Rückgang

Eine US-Studie deutet erneut auf eine fallende Demenz-Inzidenz, und zwar besonders in Geburtsjahrgängen ab 1925. Wisssenschaftliche Erklärungen für die Beobachtung fallen schwer. mehr »

Immuntherapie gewinnt an Stellenwert in der MS-Therapie

Die Therapieoptionen bei Multipler Sklerose (MS) haben sich erweitert. Neue Substanzen werden daher auch in die aktualisierten Leitlinien Einzug halten. mehr »

Polarisierung – Chance für das Parlament

Gesundheitspolitik in Zeiten der großen Koalition – das stand für die fehlende Konkurrenz der Ideen. Der Souverän hat die Polarisierung gewollt. Das ist eine Chance für die Demokratie. mehr »