AIDS/HIV

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Modul: Kutane Alarmzeichen als Hinweise auf AIDS

Ärzte Zeitung online, 04.12.2018

HIV-Vakzine

Erste Erfolge mit prophylaktischem Impfstoff

Auf der Suche nach einer HIV-Vakzine gibt es erste positive Resultate eines Mosaik-Impfstoffs, der eine breite Immunantwort induziert.

Von Andrea Warpakowski

DÜSSELDORF. Nach guten Ergebnissen zur Sicherheit in Phase I/IIa-Studien wird die Wirksamkeit der Prime-Boost-Impfung mit dem Mosaik-Impfstoff Ad26.Mos.HIV zum ersten Mal in der Phase-IIb-Studie IMBOKODO untersucht.

Ad26.Mos.HIV unterscheide sich von anderen Kandidaten für eine HIV-Vakzine durch den Einsatz von „Mosaik-Genen“, die eine breite und tiefe Immunantwort gegen viele der weltweit zirkulierenden HIV-1-Subtypen induzieren, beschrieb Professor Hendrik Streeck, Leiter des Instituts für HIV-Forschung des Universitätsklinikums Essen, einen vielversprechenden Kandidaten für eine prophylaktische HIV-Impfung bei einer Veranstaltung in Düsseldorf.

In der Phase I/IIa-Studie namens APPROACH hatten alle Studienteilnehmer, die den Hauptimpfstoff erhielten, in der 96. Woche eine robuste HIV-Antikörperantwort (Lancet 2018; 392,10143:232-243). Es gab keine unerwarteten Impfreaktionen oder andere Sicherheitsprobleme.

Basierend auf diesen Langzeitergebnissen und anderen Ergebnissen im Frühstadium sei die Plazebo-kontrollierte Studie IMBOKODO (HVTN 705/HPX 2008) initiiert worden, sagte Streeck bei der vom Unternehmen Janssen unterstützten Veranstaltung. Es ist geplant, 2600 Frauen im Alter zwischen 18 und 35 Jahren in fünf Ländern in Afrika einzuschließen. Die Rekrutierung läuft bereits und Ergebnisse werden im Jahr 2022 erwartet.

Ob es HIV-negative Personen in Deutschland gibt, die bereit wären, an einer zukünftigen Impfstudie teilzunehmen, werde zurzeit bei der BRAHMS-Studie geprüft, berichtete Streeck. Dort soll untersucht werden, mit welcher Inzidenz HIV, Hepatitis und andere sexuell übertragbare Krankheiten wie Chlamydien, Tripper und Syphilis bei Personen mit Infektionsrisiko übertragen werden.

Zusätzlich werden die Teilnehmer gebeten, einen Fragebogen zu HIV-Impfungen und ihrer Teilnahme auszufüllen. Es sollten 1000 HIV-negative Männer zwischen 18-45 Jahren eingeschlossen werden, die in den vorangegangenen 24 Wochen mindestens zwei Mal ungeschützten Analsex und in der Anamnese sexuell übertragbare Infektionen hatten.

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