Ärzte Zeitung, 30.05.2007

Info-System im Internet hilft, Malaria-Risiko zu ermitteln

Angebot der Uniklinik Bonn erleichtert Reiseplanung

Anopheles-Mücke, Überträgerin von Malaria-Erregern, beim Blutsaugen. Foto: Norbert Becker

BONN (ddp). Tipps, in welchen Regionen der Erde zu welcher Jahreszeit ein Malaria-Risiko besteht, gibt jetzt das Institut für Hygiene und Öffentliche Gesundheit des Uniklinikums Bonn im Internet. Dazu wird ein neuartiges Malaria-Informationssystem genutzt, das Geoinformationssystem.

Es bietet länderbezogene Informationen über das aktuelle Malariarisiko, über die geeignete Prophylaxe, die bereits vorhandenen Resistenzen sowie über Erregerarten und saisonale Verbreitungsmuster im jeweiligen Land. "Das Übertragungsrisiko ist nicht nur örtlich, sondern auch zeitlich sehr unterschiedlich", sagt Dr. Edith Fischnaller vom Bonner Hygiene-Institut.

Malaria tritt in tropischen und subtropischen Regionen außer in Australien auf. Durch einen Mausklick auf das gewünschte Land kann der Nutzer Details zu Malaria abrufen. Die Daten können zur Reiseplanung genutzt werden, sodass etwa Reisende mit Risikofaktoren, Schwangere, Kinder und ältere Menschen Hochrisiko-Gebiete einfach erkennen können.

Die Infos zu Malaria gibt es unter http://www.meb.uni-bonn.de/hygiene

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Borderline und Psychosen "heilen" mit Antiepileptika

Manche psychisch Kranken brauchen keine Neuroleptika, sondern Antikonvulsiva. Tauchen im EEG bestimmte Muster auf, ist das ein Hinweis auf eine paraepileptische Psychose. mehr »

Epilepsierisiko nach Sepsis erhöht

Überleben Patienten eine Sepsis, ist die Gefahr epileptischer Anfälle in den folgenden Jahren vier- bis fünffach erhöht. mehr »

PKV muss für unverheiratete Paare zahlen

Nach Überzeugung des Oberlandesgerichts (OLG) Karlsruhe ist die Beschränkung der Kostenerstattung für eine künstliche Befruchtung auf Ehepaare in der PKV unzulässig. mehr »