Ärzte Zeitung, 31.08.2012

Tuberkulose

Arzneien häufig ohne Effekt

WASHINGTON (dpa). Bei vielen Tuberkulose-Patienten sind die gängigen Medikamente wirkungslos.

Die Erreger werden zunehmend resistent, wie Tracy Dalton von der US-Behörde für Krankheitskontrolle und Prävention (CDC) schreibt (Lancet 2012; online 30. August).

6,7 Prozent der untersuchten 1278 Patienten mit Multidrug-resistent-Tuberkulose (MDR) waren nicht nur gegen Isoniazid und Rifampicin, sondern auch gegen zwei weitere Zweitrang-Medikamente resistent - also "extensively drug-resistant".

Die Forscher hatten MDR-Patienten mit elf Zweitrang-Medikamenten behandelt, um zu prüfen, ob diese helfen. Unter den analysierten Ländern waren Russland und Südafrika, nicht aber Deutschland.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Rätselhafter Demenz-Rückgang

Eine US-Studie deutet erneut auf eine fallende Demenz-Inzidenz, und zwar besonders in Geburtsjahrgängen ab 1925. Wisssenschaftliche Erklärungen für die Beobachtung fallen schwer. mehr »

Immuntherapie gewinnt an Stellenwert in der MS-Therapie

Die Therapieoptionen bei Multipler Sklerose (MS) haben sich erweitert. Neue Substanzen werden daher auch in die aktualisierten Leitlinien Einzug halten. mehr »

Polarisierung – Chance für das Parlament

Gesundheitspolitik in Zeiten der großen Koalition – das stand für die fehlende Konkurrenz der Ideen. Der Souverän hat die Polarisierung gewollt. Das ist eine Chance für die Demokratie. mehr »