Ärzte Zeitung online, 23.01.2018

Humanitäre Katastrophe

Mehr als 50 Tote durch Diphtherie im Jemen

SANAA/LONDON. Beim schwersten Diphtherie-Ausbruch im Jemen seit fast 30 Jahren sind einer Hilfsorganisation zufolge schon mindestens 52 Menschen gestorben. Zudem seien mehr als 700 Verdachtsfälle der Infektionskrankheit gemeldet worden, teilte die Hilfsorganisation Save the Children am Montag mit. Die meisten Opfer seien Kinder. Die Zahl der Toten werde wohl weiter steigen, wenn die saudisch geführte Militärkoalition den Zugang in das Bürgerkriegsland auch für medizinische Hilfslieferungen verhindere, hieß es weiter. Saudi-Arabien und seine Verbündeten, die die international anerkannte Regierung des Jemens unterstützen, hatten zuletzt die Zugänge für Hilfslieferungen in das Land blockiert. Die humanitäre Situation im Jemen ist nach jahrelangen Kämpfen desaströs. Auch Seuchen wie Cholera breiten sich rasant aus. Zuletzt hatte die Zahl der Verdachtsfälle die Millionen-Marke geknackt. (dpa)

Topics
Schlagworte
Infektionen (15187)
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Diese Faktoren begünstigen eine Demenz

Wer im mittleren Alter keinen Sport treibt, hat wohl ein stark erhöhtes Risiko, später an Demenz zu erkranken. Und das ist nicht der einzige Risikofaktor, den Forscher entdeckt haben. mehr »

Honorar-Einigung erzielt!

Die KBV und der GKV-Spitzenverband haben nach siebenstündigen Verhandlungen ihre Honorargespräche erfolgreich abgeschlossen. mehr »

App sorgt für weniger Tage mit Migräne

Bei Einsatz einer Migräne-App lassen sich Kopfschmerztage merklich reduzieren – und zwar um rund ein Viertel, so eine aktuelle Studie. mehr »