Behörden alarmiert

Resistente Klebsiellen in Mecklenburg

In Mecklenburg-Vorpommern sind an vier Kliniken Infektionen mit multiresistenten Klebsiella pneumoniae aufgetreten.

Veröffentlicht:

ROSTOCK / BERLIN. Das gehäufte Auftreten eines Stammes von Klebsiella pneumoniae mit zweifachem Carbapenemase-Besitz und Colistinresistenz bei Patienten verschiedener medizinischer Einrichtungen im Nordosten Mecklenburg-Vorpommerns hat die regionalen Behörden alarmiert.

In der 39. Kalenderwoche „wurden dem Landesamt für Gesundheit und Soziales drei weitere Nachweise des multiresistenten Darmbakteriums (4MRGN Klebsiella pneumoniae) gemeldet“, teilt das Landesamt mit. In den drei Fällen an der Universitätsmedizin Greifswald seien die Betroffenen zwar mit dem Bakterium besiedelt, aber nicht erkrankt. Insgesamt seien bisher 17 Nachweise des Bakteriums (sechs Infektionen und elf Besiedlungen) aus vier Krankenhäusern im Landkreis Vorpommern-Greifswald übermittelt worden.

Das Robert Koch-Institut (RKI) berichtet, eine Ausbreitung über eine Personen-zu-Personen-Übertragung sei wahrscheinlich, bisher könnten aber keine konkreten Aussagen zu potenziellen Risikopatienten getroffen werden. Im Hinblick auf die Vermeidung der Weiterverbreitung hat das Institut im Epidemiologischen Bulletin 40 / 2019 einen Erregersteckbrief veröffentlicht, der es Kliniken ermöglicht, im unmittelbaren und weiteren Umfeld nach diesem Stamm zu suchen beziehungsweise einen entsprechenden Verdacht zu äußern. (eb/bae)

Download des Erregersteckbriefs (Epi Bull 40 / 2019): www.rki.de/DE/Content/Infekt/EpidBull/Archiv/2019/40/Art_02.html

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