Ärzte Zeitung, 15.05.2012

Forschungsarbeit zu Meningitis wird gefördert

NEU-ISENBURG (eb). Die wissenschaftliche Arbeit von Dr. Henriette Schneider, Assistenzärztin an der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin der Universitätsmedizin Mannheim (UMM), zu Meningitis ist von der Gesellschaft für Pädiatrische Infektiologie (DGPI) als so wichtig eingeschätzt worden, dass die Fachgesellschaft sie mit einem Forschungsstipendium in Höhe von 40.000 Euro unterstützt. Das hat die UMM jetzt mitgeteilt.

Das Stipendium eröffne der jungen Wissenschaftlerin die Möglichkeit, die experimentellen Arbeiten zu ihrem Forschungsprojekt am Theodor-Kocher-Institut in Bern fortzusetzen. Schneider erforscht die Entstehungsweise der durch Viren oder Bakterien verursachten Meningitis.

Dabei untersucht und charakterisiert sie speziell die an der Interaktion der Immunzellantwort beteiligten Faktoren im Bereich der Blut-Liquor-Schranke, der physiologischen Barriere zwischen dem Blutkreislauf und dem Liquorsystem des zentralen Nervensystems, bei Infektionen und Entzündungen des ZNS.

Am Theodor-Kocher-Institut in Bern wird die Wissenschaftlerin in der Arbeitsgruppe um Professor Dr. Britta Engelhardt arbeiten. Diese beschäftigt sich bereits seit Jahren mit der Migration von Immunzellen in das ZNS.

Die Forscher haben nachgewiesen, dass verschiedene Zell-Adhäsionsmoleküle und ihre spezifischen Liganden wesentlich an der Regulation der T-Zelltransmigration in das ZNS beteiligt sind.

Topics
Schlagworte
Meningitis (176)
Pädiatrie (9115)
Organisationen
DGPI (6)
Krankheiten
Infektionen (4892)
Meningitis (425)
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Auf Frühstück zu verzichten erhöht Diabetes-Gefahr

Wer das Frühststücken auslässt, erhöht damit womöglich das Risiko, an Diabetes zu erkranken. Eine Metaanalyse mit fast 100.000 Teilnehmern zeigt: Die Gefahr wächst mit den Tagen. mehr »

Grünes Licht für die MWBO-Novelle

Weniger Richtzeiten und kompetenzbasiertes Lernen: Der Vorstand der Bundesärztekammer hat die Novelle der (Muster-)Weiterbildungsordnung beschlossen. mehr »

Verdacht auf Kindesmisshandlung? Das sollten Ärzte dann tun

Haben Ärzte den Verdacht, dass ein Kind vernachlässigt, misshandelt oder gar missbraucht wird, sollten sie umgehend tätig werden. Wie sie vorgehen sollten, erläutert Oliver Berthold, Leiter der Kinderschutzambulanz in Berlin. mehr »