Ärzte Zeitung, 31.03.2017

Infektionen

Meningokokken-Epidemie mit vielen Toten in Nigeria

GENF. In Nigeria sind seit dem vergangenen Dezember 211 Menschen an Meningokokken-Meningitis gestorben, berichtet die WHO. Zudem wurden 1407 Verdachtsfälle gemeldet. Knapp jede sechste Erkrankte stirbt an der Infektion. Besonders betroffen sind mit 89 Prozent der Fälle die Provinzen Zamfara, Katsina und Sokoto. Die WHO und ihre Partner wollen jetzt mit Impfprogrammen den Ausbruch eindämmen. In Zamfara sind inzwischen 19.600 Menschen mit MenACWY-Impfstoff geimpft worden; zudem wurden 500.000 Dosen des MenAC-Polysaccharid-Impfstoffs beschafft. (eis)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich
[31.03.2017, 16:38:03]
Bettina A. Naumann 
Bezeichnung der Serogruppe wäre wichtig
Sehr geehrte/er "eis",
interessant insbesondere auch für die Reisemedizin wäre die Serogruppe der Meningokokken mitzuteilen. Sonst ist das nur eine Schlagzeile mit wenig Information - dazu muss man aber den WHO-Artikel ganz lesen:

http://www.who.int/csr/don/24-march-2017-meningococcal-disease-nigeria/en/

Auch wenn es momentan überwiegend C-Erkrankungen in Nigeria sind, sollte bei Reisen in die Region der breit wirkende ACWY-Impfstoff verwendet werden, da auch A-Erkrankungen auftreten und im Togo derzeit überwiegend die W-Gruppe nachgewiesen wird.
Mit frdl. Gruß
Dr. med. Naumann

 zum Beitrag »

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Erhöhtes Krebsrisiko durch Kuhmilch und Rindfleisch?

Forscher sind krebsauslösenden Agenzien auf der Spur, die in Milch und Rindfleisch stecken. Sie sind dadurch wohl auch auf den Grund gestoßen, warum Stillen das Krebsrisiko senkt. mehr »

Homöopathie-Ausschluss für CME-Punkte?

Werden in Berlin künftig keine CME-Punkte mehr für Fortbildungsveranstaltungen zur Homöopathie vergeben? Die Diskussion darüber läuft noch. mehr »

Dort, wo die Folgekoloskopie nötig ist, erfolgt sie oft nicht

Bei der Nachsorge von Patienten nach Screening-Koloskopien besteht eine erhebliche Über- und Unterdiagnostik - je nach Adenomtyp, so Daten der KolosSal-Studie. mehr »