Ärzte Zeitung online, 23.08.2018

Saarland

Resistente Erreger in Badeseen

SAARBRÜCKEN. Wissenschaftler des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) haben bei Analysen von Gewässerproben im Saarland an allen sechs Entnahmestellen antibiotikaresistente Bakterien gefunden. Die Tests wurden vom Saarländischen Rundfunk (SR) in Auftrag gegeben und am Mittwoch veröffentlicht.

Der beim KIT für Mikrobiologie zuständige Professor Dr. Thomas Schwartz erklärte, das Ergebnis decke sich mit anderen Tests in Deutschland.

Man habe im Saarland sowohl in Weihern, als auch in Flüssen und sogar in offiziellen Badegewässern Erreger nachweisen können, dort allerdings in geringerer Konzentration.

Die meisten multiresistenten Erreger habe man in zwei kleinen Bächen gefunden, in die relativ viel Abwasser aus Kläranlagen fließt. Herkömmliche Kläranlagen können laut SR-Recherchen die resistenten Bakterien bisher nicht aus dem Abwasser filtern.

Eine zusätzliche Reinigung lehnten die Behörden aber auch aus Kostengründen ab. (kud)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Alltags-Chemikalien schaden dem Sperma

In einer Studie an Spermien haben Forscher schädliche Effekte von Alltagschemikalien festgestellt. Problematisch: Die Einzelstoffe potenzieren ihre Wirkung gegenseitig. mehr »

Das läuft falsch bei der Diabetes-Vorsorge

Viele Versuche, Diabetes und Adipositas vorzubeugen, sind zum Scheitern verurteilt: Gesundheitstage an Schulen und eine Zuckersteuer gehören dazu. Diabetes-Experte Prof. Stephan Martin würde die Ressourcen anders verteilen. mehr »

Vorsicht vor E-Mail-Anhängen und Links!

Die meisten Cyber-Angriffe laufen über das elektronische Postfach - daher ist ein gesundes Misstrauen bei jeder E-Mail wichtig, betont Sven Weizenegger. Der Profi-Hacker gibt im Interview Tipps, worauf zu achten ist. mehr »