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Kommentar

ASS - die neue Sau im H1N1-Dorf

Von Michael Hubert Veröffentlicht:

Arzneien wie Paracetamol oder ASS können die Impfwirkung schwächen, meldete ein Nachrichtenmagazin online. Das kann herzkranke Patienten verunsichern. Mögliche Folgen: Sie setzen bei der Impfung - aktuell der gegen H1N1 - niedrig dosiertes ASS ab, oder sie lassen sich erst gar nicht impfen. Schlecht ist beides.

Dabei gibt es keinen Grund, die Kombi von Impfung und ASS als Problem zu sehen. Die zitierten Studiendaten stammen aus Tierexperimenten. Und: Um Impfungen ging es dabei gar nicht.

Aber: Eine solche Meldung passt in die Zeit. Es wird über Schweinegrippe und die Impfung debattiert - kontrovers, auch unter Medizinern. Patienten sind sowieso schon verunsichert, solche Meldungen erhöhen die Verunsicherung noch. Die klare Botschaft an die (Herz-)Patienten kann nur lauten: Lasst Euch impfen, nehmt das niedrig dosierte ASS weiter!

Anders ist es bei Paracetamol. Hier sind die Studiendaten klar: Die prophylaktische (!) Gabe der Arznei mindert die Immunantwort auf einige Komponenten von Mehrfachimpfstoffen - bei Kleinkindern. Letztlich ist die Situation wie immer: Den Überblick zu behalten und den wahren Kern von Meldungen zu erkennen, ist gerade für Hausärzte eine stete Herausforderung. Weitere aktuelle Berichte, Bilder und Links zum Thema Schweinegrippe (Neue Grippe) finden Sie auf unserer Sonderseite

Lesen Sie dazu auch: Mindert ASS Erfolg von H1N1-Impfung?

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