Ärzte Zeitung online, 22.12.2016
 

Vogelgrippe

H5N8-Nachweis auch in Rheinland-Pfalz

MAINZ. Das gefährliche Vogelgrippe-Virus H5N8 ist erstmals auch in Rheinland-Pfalz nachgewiesen worden.

Zwei tot aufgefundene Reiherenten in Koblenz und am Laacher See im Kreis Ahrweiler hätten es in sich getragen, teilte das rheinland-pfälzische Umweltministerium am Donnerstag mit.

Die Probe eines dritten toten Vogels habe vom bundesweit zuständigen Friedrich-Loeffler-Institut auf der Insel Riems nicht ausgewertet werden können. Damit wurde das Virus nun in allen Bundesländern außer dem Saarland registriert.

Das Geflügelpest-Virus H5N8 ist für Vögel hoch ansteckend. Es gilt für Menschen als ungefährlich. (dpa)

[23.12.2016, 20:56:14]
Horst Grünwoldt 
Die neue "Pest"?
Ist es ein Zufall, dass Wasservögel gerade in dieser Jahreszeit manchmal tot aufgefunden werden?
Kann man irgend ein Myxovirus A vom Typ HxNy schon als "hochansteckend", "hochinfektiös" und ""hochpathogen" deklarieren,
wenn der Krankheitsverlauf in der Quarantäne gar nicht beobachtet werden kann, weil eine ganze Herde Geflügel sogleich "vorsorglich" getötet wird? Und das, obwohl die isolierte Herde klinisch unauffällig ist?
Können Laborleute auf dem Riems allen Ernstes "den Ausbruch", "die Ausbreitung" und "das Überspringen" eines Nicht-Lebewesens (RNS-Nanopartikel) beobachten? Nein, sie können es nicht einmal "abtöten", sondern müssen es lediglich "inaktivieren" (z.B. mittels Tageslicht-UV-Strahlung, pH-Wert-Verschiebung nach organischer Verwesung oder Oberflächenbehandlung mit alkalischen Seifen.
Für mich gehört als allererstes diese unsinnige Epidemiologen-("über dem Volk")Sprache restlos entseucht! Schließlich gibt es keinen "unsichtbaren Feind", der in der Umwelt "zirkuliert" (herumschwärmt), -wie man noch im Zeitalter der Myasmen geglaubt hat-, sondern lediglich potentielle Krankheitserreger im Reich der Viren und Bakterien. Und die können manchmal krankheits-assoziiert bei einzelnen Organismen nachgewiesen werden. Im unhygienischen Verhalten werden die schon mal von Mensch und Tier gelegentlich ausgenießt, verhustet oder verschmiert.
Die saisonal erklärte "Geflügelpest" -sprich Vogelgrippe- hat aber noch gar nichts mit mit einem "Seuchenzug" zu tun, sondern wurde nach gründlicher Suche als Sieche (altdt. "Sucht") alleine bei einzelnen Tieren festgestellt; und das weitverbreitet (ubiquitär) von Europa bis Asien. Dabei sind das Wassergeflügel (Gänse,Enten,Schwäne u.a.) aber keine fliegenden "Virusbomben", weil sie standortreu sind und i.d.R. nicht zu den Zugvögeln vor und nach Winterhalbjahr gehören. Dabei ist der historische Begriff "Pest" bekanntlich der Infektion mit dem Bakterium Yersinia pestis und dem Krankheitsbild der Beulen- oder Lungenpest vorbehalten.
Und dann subsumieren die "Seuchen"-Experten und -bekämpfer auch noch undifferenziert die paar Krankeits- oder Todesfälle mit den massenhaft "vorsorglich" gekeulten unter der unzulässigen, larmoyanten Redensart "...fielen zehn- oder hunderttausende Tiere der Seuche zum Opfer..." Und wohin ist dann das (cave:der!) Virus verschwunden? Es ist doch kein kleines Tierchen, dass sich irgendwohin verkrabbelt hat!
Haben die wirklich nichts vom Phantom BSE, einer vereizelt bei Hochleistungsrindern nachgewiesenen Spongiformen Enzephalitis, die aberwitziger Weise als "Rinderwahn" oder absurd als "verrückte Kühe" (engl. mad cows, franz. vaches folles) tituliert wurden, gelernt?
Dr. med. vet. Horst Grünwoldt, Rostock zum Beitrag »

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