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Indometacin hilft Hirnzellen, sich zu regenerieren

STANFORD (wsa). Bei Strahlentherapien wegen Hirntumoren werden auch gesunde Nervenzellen geschädigt und Entzündungsreaktionen ausgelöst. Ein dabei gebildeter Botenstoff verhindert, daß Stammzellen die abgestorbenen Nervenzellen wieder ersetzen können. Doch mit Indometacin konnten US-amerikanische Wissenschaftler bei Ratten das Wachstum der Hirnstammzellen anregen und die Regeneration des Gewebes verbessern.

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Im Hippocampus, der für Gedächtnis und Lernen zuständigen Hirnregion, entstehen aus Stammzellen ständig neue Neuronen. Nach einer Bestrahlung wegen eines Tumors kommt dieser Prozeß zum Erliegen, und die Gedächtnisleistung sinkt (Science 302/5651, 2003, 1760).

"Es stimmt etwas mit der Umgebung nicht, in der sich die Stammzellen zu Neuronen entwickeln sollen", so Dr. Michelle Monje, Mitglied des Forscherteams um Professor Theo Palmer an der Stanford University. Die Wissenschaftler vermuten, daß Entzündungsreaktionen das Wachstum der Stammzellen blockieren.

Diese Annahme bestätigten sie in Versuchen mit Ratten: Künstlich ausgelöste Entzündungen bewirkten, daß weniger neue Gehirnzellen entstanden. Wurden die Tiere mit dem nicht-steroidalen Antirheumatikum (NSAR) Indometacin behandelt, entwickelten sich die Stammzellen wieder normal. Weitere Untersuchungen ergaben, daß der bei der Entzündungsreaktion freigesetzte Botenstoff Interleukin 6 Ursache der Hemmung ist.

Als nächstes wollen die Forscher untersuchen, ob bestrahlte Hirntumor-Patienten durch eine NSAR-Behandlung weniger bleibende Hirnschäden erleiden. Besonders schwerwiegend sind die Auswirkungen einer Therapie bei Kindern, bei denen das gesamte Gehirn bestrahlt wird.

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