Ärzte Zeitung, 29.01.2015

Teilnehmerinnen für Studie zu Naturheilkunde gesucht

HEIDELBERG. Viele Krebspatienten nutzen Naturheilkunde, um Nebenwirkungen der Chemotherapie, z.B. Entzündungen der Mundschleimhaut oder Übelkeit, zu lindern. Doch wie gut wirken diese Verfahren im Vergleich zu konventionellen Maßnahmen?

Dies soll eine Studie klären, meldet die Uniklinik Heidelberg. Gesucht werden Patientinnen mit Brustkrebs oder gynäkologischen Krebserkrankungen, die im Nationalen Centrum für Tumorerkrankungen Heidelberg oder der Frauenklinik des Städtischen Klinikums Karlsruhe eine Chemotherapie neu beginnen.

Anmeldungen sind bis Ende 2015 möglich. Die Patientinnen werden zufällig einer von zwei Gruppen zugeteilt, heißt es in der Mitteilung. Patientinnen der ersten Gruppe erhalten bei Bedarf bewährte Pflegemaßnahmen, zum Beispiel Mundspülungen gegen Schleimhautentzündungen, uridinhaltige Cremes bei Hand-Fuß-Syndrom oder Antiseptika bei chemotherapiebedingten Nagelveränderungen.

In der zweiten Gruppe kommen komplementärmedizinische Maßnahmen zum Einsatz, die durch die Pflegefachkräfte individuell abgestimmt werden. Dazu zählen Wickel, Akupressur, rhythmische Einreibungen, Aromatherapie sowie die Anwendung bestimmter Öle oder Bienenharz bei wunden Schleimhäuten. Die Auswirkungen auf Wohlbefinden und Lebensqualität werden mittels Fragebogen erhoben. (eb)

Weitere Informationen:

Dr. Nadja Klafke, Martina Bentner, Tel.: 06221 / 56 39141

E-Mail: congo.studie@med.uni-heidelberg.de

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Doping nicht nur im Spitzensport

Bei Doping denken viele an gefallene Stars. Aber der Sport ist ein Abbild der Gesellschaft. Auch viele Breitensportler greifen zu unerlaubten Mitteln. mehr »

Warten auf den Arzt

Wie lange die Wartezeit in einer Arztpraxis beträgt, hängt nicht nur mit dem Fachgebiet des Arztes zusammen, sondern auch mit der Versicherung und dem Standort, so eine Patientenbefragung. Wer wartet wo wie lange? mehr »

Vorstufe für Bundespflegekammer

Die Pflegekräfte wollen mehr Einfluss – nun haben sie die Vorstufe für eine Bundespflegekammer gegründet. Sie wollen damit ihre Position gegenüber Ärzten stärken. mehr »