Ärzte Zeitung, 27.03.2015
 

Darmflora

Fettreiche Nahrung stört die Balance

MÜNCHEN. Bei starkem Übergewicht ist das Darmkrebsrisiko verdoppelt, aber auch Normalgewichtige, die sich fettreich ernähren, erkranken gehäuft. In einer Mitteilung zum Darmkrebsmonat März weist die Deutsche Krebshilfe auf eine Studie hin, die sie mit 264.000 Euro gefördert hat (Nature 2014, 514: 508-512).

Darin haben Münchner Forscher die molekularen Folgen fettreicher Nahrung aufgeklärt: Die Darmflora wird gestört. Einige Bakterienstämme kommen vermehrt vor, andere verringert.

Im Labor ließ sich durch Behandlung mit Butyrat - einem bakteriellen Endprodukt - die Darmflora wieder angleichen und damit der Karzinogenese entgegenwirken. Nun wollen die Forscher herausfinden, ob das auch beim Menschen zutrifft. (eb)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Vom Sinn und Unsinn medikamentöser Arthrose-Therapien

Arthrosebeschwerden sind weit verbreitet und nur begrenzt medikamentös behandelbar. Ein Update zur Evidenzlage medikamentöser Therapien wurde nun präsentiert. mehr »

"Gelegenheits-Chirurgie ist nicht akzeptabel"

Die Risiken, direkt im Zusammenhang mit einer Op im Krankenhaus zu sterben, sind in Häusern mit geringen Fallzahlen höher als in spezialisierten Kliniken. mehr »

Diesen Effekt haben Walnüsse auf Lipide

Die Lipidsenkung durch den täglichen Verzehr von Walnüssen stellt sich offenbar unabhängig davon ein, ob man dabei auf Kohlenhydrate oder Fette oder auf beides verzichtet. mehr »