Ärzte Zeitung, 07.02.2017

Arznei

GBA bestätigt Zusatznutzen von Krebs-Arznei Lonsurf®

MÜNCHEN. Der Gemeinsame Bundesausschuss (GBA) hat dem Darmkrebs-Medikament Lonsurf® (Trifluridin/Tipiracil) einen Zusatznutzen bestätigt. Der Ausschuss bestätige einen Anhaltspunkt für einen geringen Zusatznutzen (Best Supportive Care als zweckmäßige Vergleichstherapie), teilt das Unternehmen Servier mit. Die Entscheidung sei bis zum 31. Januar 2019 befristet.

Lonsurf® wird angewendet zur Behandlung von erwachsenen Patienten mit metastasiertem kolorektalem Karzinom (KRK), die bereits mit verfügbaren Therapien behandelt wurden oder die für diese nicht geeignet sind. Diese Therapien beinhalten Fluoropyrimidin-, Oxaliplatin- und Irinotecan-basierte Chemotherapien, Anti-VEGF- und Anti-EGFR-Substanzen. Servier begrüßt den vom GBA ausgesprochenen Zusatznutzen für alle Patienten, die gemäß Zulassung in Deutschland mit Lonsurf® behandelt werden können. Im Verlauf und auch nach Abschluss des AMNOG-Verfahrens ist das Medikament ohne Einschränkungen verschreibungs- und erstattungsfähig.

Im Juni 2015 schloss Servier eine Lizenz-Vereinbarung mit Taiho Pharmaceutical Co., Ltd. über die gemeinsame Entwicklung und Vermarktung von Lonsurf® in Europa und anderen Ländern außerhalb der Vereinigten Staaten, Kanadas, Mexikos und Asiens ab.(mal)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Beginnt die MS im Dünndarm?

Im Dünndarm werden wohl "Schläfer-T-Zellen" aktiviert, die eine MS triggern. Jetzt sind Forscher auf der Suche nach dem Auslöser – und haben Keime im Verdacht. mehr »

Wie die Neurologie von der Flüchtlingskrise profitiert

Migranten sind für Europa eine Herausforderung, doch sie bringen auch neue Erkenntnisse: Mediziner können durch Zuwanderer erforschen, wie Gene und Umwelt mit neurologischen Krankheiten zusammenhängen. mehr »

Hausbesuche bringen wohl mehr Honorar

Beim GKV-Spitzenverband gilt als ausgemacht, dass die Ärzte für eine Ausweitung der Mindestsprechzeiten nur sparsam honoriert werden sollen. Das Honorarsystem soll keine Gelddruckmaschine für Ärzte sein. Eine Ausnahme könnte es geben: Hausbesuche. mehr »