Ärzte Zeitung, 08.11.2005

Leukämie-Kranke profitieren von Antikörper

NEU-ISENBURG (eb). Patienten mit therapierefraktärer chronischer lymphatischer Leukämie profitieren von einer neuen Kombinationstherapie. In diesem Behandlungsschema, das als FluCam bezeichnet wird, erhalten die Patienten Fludarabin und den monoklonalen Antikörper Alemtuzumab.

In der kleinen Studie mit 34 Patienten, die mit Fludarabin (in Deutschland als Fludara® erhältlich) und Alemtuzumab (als MabCampath® erhältlich) behandelt worden waren, lag die Ansprechrate bei 85 Prozent mit fast 30 Prozent kompletten Remissionen (Haematologica 90/Suppl 2, 2005, 145).

Zudem ließen sich bei fast jedem zweiten Leukämie-Patienten weder im peripheren Blut noch im Knochenmark Krebszellen nachweisen.

Auch Patienten, die zu einer genetisch bedingten Hochrisikogruppe gehören, profitieren offenbar von einer Behandlung mit dem monoklonalen Antikörper, wie es bei der 9. Internationalen Konferenz zu Malignen Lymphomen in Lugano hieß.

Dort wurde eine Studie präsentiert, in der Hochrisiko-Patienten, die nicht Fludarabin-refraktär waren, mit dem monoklonalen Antikörper behandelt wurden, und zwar subkutan und intravenös.

Der Zwischenauswertung zufolge lag die Gesamtansprechrate nach im Median einem Jahr bei 37 Prozent. Die mittlere progressionsfreie Zeit betrug knapp elf Monate, die mittlere Gesamtüberlebenszeit etwa 17 Monate.

Einen Überblick zu Non-Hodgkin-Lymphomen gibt Professor Dieter Huhn aus Berlin im Springer Lexikon Medizin vom Springer-Verlag in Heidelberg.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Nicht immer geht's sofort zum Arzt

20- bis 50-jährige Patienten in Deutschland sind offenbar leidensfähig. Denn sie verschieben den Arztbesuch oft um Wochen oder Jahre, obwohl sie Beschwerden haben. mehr »

Extra-Vergütung für offene Sprechstunden

15:57 Bundesgesundheitsminister Jens Spahn will Ärzte für offene Sprechstunden besser bezahlen. Die zusätzliche Vergütung soll es auch dann geben, wenn Ärzte Termine über die Terminservicestellen annähmen. mehr »

Bei Meniskusriss nicht vorschnell operieren

Ärzte sollten bei Meniskusrissen nicht gleich eine arthroskopische Operation einleiten. Oft kommen Betroffene auch mit Gymnastik und Physiotherapie zum Ziel. mehr »