Ärzte Zeitung, 29.08.2011

Genetisch veränderte T-Zellen zerstören Leukämie-Zellen

PENNSYLVANIA (ple). Bei einem Patienten mit chronischer lymphatischer Leukämie haben US-Forscher mit einer neuartigen Therapie einen Teilerfolg erzielt.

Mit genetisch veränderten autologen T-Zellen erreichten sie eine komplette Remission, aber um den Preis von Lymphopenie und Hypogammaglobulinämie.

Ein halbes Jahr nach der Infusion der genetisch veränderten Zellen waren weder im Knochenmark noch im peripheren Blut B-Lymphozyten nachweisbar. Zehn Monate nach Therapiebeginn war der Patient noch in Remission (NEJM 2011; 10. August).

Die Krebsforscher um Dr. David Porter aus Philadelphia veränderten die T-Zellen mit Hilfe von Lentiviren als Genfähren. Sie enthielten zum einen den Bauplan für den CD19-Antigen-Rezeptor, der sich auf B-Zell-Neoplasien befindet.

Zum anderen wurde der Bauplan für CD137 hinzugefügt, mit dem die Antitumor-Aktivität der T-Zellen verstärkt wird.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Ein Anästhetikum zur Behandlung bei schweren Depressionen?

Ketamin - einst als Anästhetikum entwickelt - hat sich in mehreren Studien bei Patienten mit therapieresistenten Depressionen bewährt. Doch: Für Euphorie ist es noch zu früh. mehr »

Wo und wann sich Patienten im Krankenhaus wohlfühlen

Die Bertelsmann Stiftung hat untersucht, wo Patienten ihren Klinikaufenthalt am besten bewerten. Dabei fanden die Analysten interessante Zusammenhänge heraus. mehr »

Darf‘s ein bisschen weniger Zucker sein?

Große Lebensmitteleinzelhändler wollen den Zuckergehalt in ihren Eigenmarken reduzieren. Für Verbraucherschützer ist das allerdings nur ein Tropfen auf den heißen Stein. mehr »