Ärzte Zeitung App, 18.12.2014

Lymphom

Positives Votum für CD19-Antikörper

FRANKFURT/MAIN. MOR208, ein anti-CD19-Antikörper mit modifiziertem Fc-Teil, hat von der EMA eine positive Empfehlung als Medizinprodukt für seltene Erkrankungen (Orphan Medicinal Product) für die Behandlung des diffusen, großzelligen B-Zell-Lymphoms (DLBCL) erhalten. Das hat die MorphoSys AG mitgeteilt.

Anfang Dezember habe die US-Gesundheitsbehörde FDA dem MOR208 in diesem Krankheitsbereich bereits den Orphan Drug-Status zugesprochen. DLBCL ist das am weitesten verbreitete Lymphom und macht rund 25 Prozent aller NHL-Erkrankungen in den Industrieländern aus.

Die Krankheit betrifft vornehmlich ältere Personen, kann in Einzelfällen aber auch bei Kindern und Jugendlichen auftreten.

Bei MOR208 handelt es sich um einen humanisierten, gegen das Zielmolekül CD19 gerichteten, monoklonalen Antikörper mit einem modifizierten Fc-Teil, der zur Behandlung von B-Zell-Erkrankungen entwickelt wird, so das Unternehmen.

Das Programm befinde sich derzeit in klinischen Phase 2-Studien in chronischer lymphatischer Leukämie (CLL), akuter lymphoblastischer B-Zell-Leukämie (B-ALL) und dem Non-Hodgkin-Lymphom (NHL). (eb)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich
[18.12.2014, 12:03:51]
Dr. Annette Heckmann 
Medicinal Product - medical Device?
M. E. liegt hier ein Übersetzungsfehler vor. "Medicinal product" ist die Bezeichnug für Arzneimittel und um ein solches handelt es sich bei einem Produkt mit monoklonalem Antikörper. Ein Medizinprodukt (keine pharmakologische oder metabolische, sondern physikalische Wirkung) wird dagegen mit "medical device" übersetzt.
 zum Beitrag »

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

"Telemedizin ist für uns Landärzte die Zukunft"

Geringes Honorar, hoher Aufwand und auf bestimmte Diagnosen begrenzt – trotzdem setzen einige Ärzte auf die Videosprechstunde. Und das aus vielerlei Gründen. mehr »

Kein Darmkrebs-Screening ab 45 Jahren

Der GBA lehnt die Senkung der Altersgrenzen beim Darmkrebs-Screening ab. Dagegen soll das organisierte Einladungsverfahren zur Früherkennung ab Juli 2019 starten. mehr »

Was 100-Jährige von anderen unterscheidet

100-Jährige sind oft weniger krank als die Jüngeren. Worauf es ankommt, haben Forscher anhand von Daten von AOK-Versicherten herausgefunden. mehr »