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Seltener Brustkrebs-Rezidive mit Anastrozol

INNSBRUCK (sto/ikr). Werden Frauen in der Postmenopause, die ein Mamma-Ca haben, mit dem Aromatasehemmer Anastrozol behandelt, ist die Rezidivrate deutlich geringer als bei Behandlung mit dem Antiöstrogen Tamoxifen. Das bestätigen nun die Endergebnisse der ATAC (Arimidex, Tamoxifen Alone or in Combination)-Studie.

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An der Fünf-Jahres-Studie haben 9366 Frauen in der Postmenopause mit Brustkrebs teilgenommen, die postoperativ mit Anastrozol (in Deutschland Arimidex®) 1 mg pro Tag oder Tamoxifen 20 mg pro Tag oder einer Kombination beider Medikamente behandelt wurden.

Primäres Studienziel war das krankheitsfreie Überleben. Der Kombitherapie-Arm wurde vorzeitig abgebrochen, weil es keinen Vorteil gab. Diese Daten wurden bei der Endauswertung nicht berücksichtigt.

Die ATAC-Studie hatte bereits nach 33 Monaten Beobachtungszeit einen deutlichen Vorteil für Anastrozol im Vergleich zu Tamoxifen ergeben (wir berichteten). Bei einer zweiten Auswertung der Studiendaten nach 47 Monaten hatte sich gezeigt, daß bei den Frauen der Vorteil einer Therapie mit dem Aromatasehemmer noch weiter zunahm. Das hat Dr. Andreas Schneeweiß von der Universitätsklinik Heidelberg bei einem Symposium des Unternehmens AstraZeneca in Innsbruck berichtet.

Beim San Antonio Breast Cancer Symposium in den USA sind vor kurzem die Daten aus der Endauswertung der Studie vorgestellt worden: Bei den 3125 Frauen, die Anastrozol erhielten, war die Rezidivrate nach im Mittel 68 Monaten signifikant um relative 21 Prozent geringer als bei den 3116 mit Tamoxifen behandelten Frauen (575 versus 651 Rezidive). Und die Rate der Fernmetastasen war mit Anastrozol signifikant um 14 Prozent und die Rate der kontralateralen Tumoren um 42 Prozent geringer.

Bei den Frauen mit Hormonrezeptor-positiven Tumoren war der Vorteil zugunsten von Anastrozol noch größer. Zu dieser Subgruppe gehörten 84 Prozent der Teilnehmerinnen.

In dieser Gruppe war bei den Frauen, die Anastrozol erhielten, die Rezidivrate um relative 26 Prozent niedriger als in der Tamoxifen-Gruppe. Das entspricht einem absoluten Unterschied zwischen den beiden Therapien von 3,7 Prozent. Die Rate der Fernmetastasen war in der Anastrozol-Gruppe um relative 16 Prozent geringer und die Rate der Tumoren in der kontralateralen Brust sogar um 53 Prozent geringer als mit Tamoxifen.

Der Aromatasehemmer wurde allgemein besser vertragen als das Antiöstrogen, es gab aber häufiger Gelenkschmerzen und Frakturen.

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