Ärzte Zeitung, 10.03.2014

DKG

Oft mehrere Brustkrebsfälle in einer Familie

BERLIN. Bei einem Viertel aller an Brustkrebs erkrankten Frauen treten vermehrt Brustkrebsfälle in der Familie auf. Dies kann auf eine genetische Ursache hinweisen. Aber nur in 5 bis 10 Prozent aller Brustkrebsfälle lässt sich ein krankheitsauslösendes Gen nachweisen, teilt die Deutsche Krebsgesellschaft (DKG) mit.

Zu den bereits länger bekannten Brustkrebsgenen zählen BRCA 1 und BRCA 2. Liegen bestimmte Erkrankungskonstellationen in einer Familie vor, empfehlen Experten ein ausführliches Beratungsgespräch mit anschließender genetischer Testung in speziellen Zentren.

Denn Frauen, die das Hochrisikogen in sich tragen, erkranken durchschnittlich 20 Jahre früher an Brustkrebs als nicht Betroffene. Ihr lebenslanges Brustkrebsrisiko liegt bei 50 bis 80 Prozent.

In seinem aktuellen Monatsthema widmet sich das Internetportal der DKG wichtigen Fragen, die viele Frauen beschäftigen: Was ist eigentlich erblicher Brustkrebs, und könnte ich betroffen sein? Was tun nach einer "positiven" Diagnose?

Und: Wie sicher schützt eine Brustamputation vor einer möglichen Erkrankung? Weitere Informationen und Aufklärung liefert das Experteninterview mit Professor Marion Kiechle, Direktorin und ärztliche Leiterin der Frauenklinik des Klinikums rdI., TU München. (eb)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Welcher Grippeimpfstoff ist für Senioren am besten?

Für ältere Menschen gelten spezielle Impf-Anforderungen, so die Deutsche Gesellschaft für Geriatrie. Sie hat daher Tipps für Hausärzte zusammengestellt. mehr »

Pflegerat fordert 50.000 Stellen für die Krankenhäuser

Was hat die Pflegepolitik bewirkt? Die Meinungen sind gespalten: Gesundheitsminister Gröhe lobt die Erfolge der Koalition in der Pflegepolitik. Der Pflegerat hält dagegen. mehr »

Keine Bürgerversicherung, aber viele Wünsche

Beim Neujahrsempfang der Deutschen Ärzteschaft zeigte man sich erleichtert, dass die Bürgerversicherung vorerst vom Tisch ist. Reformbedarf gebe es aber. mehr »