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Aufwärmen und strecken

Entspannt fällt die Mammografie leichter

Ein wenig Gymnastik vor der Mammografie hilft, die Schmerzen während und nach der Untersuchung zu reduzieren. Übungen mit den Armen wirken dabei am besten.

Dr. Robert BublakVon Dr. Robert Bublak Veröffentlicht:

SãO PAULO. Die Mammografie gehört nicht zu den beliebtesten Untersuchungen in der Medizin. Viele Frauen empfinden sie als unangenehm, rund 90 Prozent haben Schmerzen, bei gut einem Drittel sind die Beschwerden immerhin mäßig stark ausgeprägt und 5–10 Prozent empfinden die Schmerzen sogar als intensiv mit einer Stärke von 70 auf einer Skala von 0 bis 100 (stärkste Schmerzen).

Wie schmerzvoll die Untersuchung ist, hängt dabei offenbar vom Schmerzgrad bei vorangegangenen Mammografien und von der Brustdichte ab – je dichter das Gewebe, desto schmerzhafter die Prozedur. Durch Schmerzen während und nach der Untersuchung kann die Bereitschaft für eine weitere Mammografie leiden.

Schmerzreduktion durch körperliches Training

Aus früheren Studien gibt es Hinweise, dass sich die Schmerzhaftigkeit der Mammografie durch ein körperliches Training reduzieren lässt. Ob das zutrifft, hat eine Forschergruppe um Tadeu Cardoso de Almeida von der Universität São Paulo in einer Studie mit 198 Frauen untersucht (Pain Med 2018; 19: 9–15).

Sie wurden drei Gruppen zugelost. 66 Frauen machten nach dem Aufwärmen Streckübungen mit den Armen, 66 trainierten die Beine, die übrigen wurden keiner Intervention unterzogen.

Die Studie in Kürze

Ergebnis: Nach der Mammografie lag die Schmerzpunktzahl bei Frauen ohne Intervention durchschnittlich bei 61. In der Gruppe mit dem Beintraining lag der Wert im Schnitt bei 43, und die Frauen mit dem Armtraining gaben im Mittel ein Schmerzlevel von 25 Punkten an.

Das Schmerzniveau vor der Mammografie lag bei rund 5–6 Punkten auf einer bis 100 reichenden Skala. Nach der Untersuchung verorteten die Frauen ohne Intervention ihre Schmerzpunktzahl durchschnittlich bei 61.

In der Gruppe mit dem Beintraining lag der Wert im Schnitt bei 43, und die Frauen mit dem Armtraining gaben im Mittel ein Schmerzlevel von 25 Punkten an. Mäßige bis starke Schmerzen hatten 53 Frauen, die nicht trainiert hatten, 41 nach den Bein- und 20 nach den Armübungen.

Die Autoren nehmen an, dass die körperlichen Übungen die Muskelspannung herabsetzen, was die Ängste rund um die Mammografie dämpft und die Schmerzempfindlichkeit senkt. "Unsere Ergebnisse legen nahe, dass sich die Schmerzen nach der Untersuchung durch rasch auszuführende und einfache Übungen erheblich vermindern lassen", so die Forscher. Dies könne womöglich dazu beitragen, die Teilnahme am Mammografiescreening zu fördern.

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