Ärzte Zeitung, 28.04.2008

Giftnotruf Bonn gab 500 000 Mal Rat in 40 Jahren

BONN (ars). Der Giftnotruf der Uni-Kinderklinik Bonn, der einzige dieser Art in Nordrhein-Westfalen, besteht seit 40 Jahren. Etwa 500 000 Bürger und medizinisches Fachpersonal haben einer Mitteilung zufolge um Rat gefragt, mehr als jeder zweite wegen eines Kindes.

Die größte Gefahrenquelle für Kinder seien Arzneien und Putzmittel, aber auch rote Beeren, etwa des Aronstabs. Als erste Maßnahme empfehlen die Ärzte Mundausspülen und Händewaschen, damit kein weiteres Gift in den Magen gelangt.

Oft geben sie auch Hinweise zur richtigen Diagnose: Bei einem jungen Mädchen, das täglich drei Päckchen Kreide aß, lag der Störung ein Eisenmangel zugrunde. Eine Patientin, bei der eine Insektizid-Vergiftung vermutet worden war, hatte tatsächlich einen Schlaganfall gehabt.

Infos für Ratsuchende: www.meb.uni-bonn.de/giftzentrale

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Mütter stellen früh die Weichen für Babys Gesundheit

Dicke Mutter = dickes Baby: Diese Gleichung geht oft auf - leider. Ernährungs-Experten tauschen sich daher auf einem Kongress über den frühen Einfluss der mütterlichen Ernährung u.a. auf das Diabetesrisiko des Kindes aus und geben Tipps. mehr »

Merkel beansprucht Führung weiter für sich

Drastische Einbußen, aber immer noch vorn: Die Wähler versetzen der Union einen Kinnhaken. Die große Koalition scheint passé. Auch die Umfrageteilnehmer der "Ärzte Zeitung" hatten bereits im Vorfeld eine neue "GroKo" abgelehnt. mehr »

Bei Dauerschmerz leidet auch das Gedächtnis

Wird der Geist träger, geht das zulasten von Lebensqualität und Unabhängigkeit. Eine US-Studie hat den Einfluss anhaltender Schmerzen auf Kognition und Demenzrisiko untersucht. mehr »