Ärzte Zeitung, 12.12.2011

Dresdner Forscher erhält ADHS-Preis

NEU-ISENBURG (eb). Für seine Forschungen zu ADHS ist Professor Stephan Bender vom Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden mit dem Kramer-Pollnow-Preis ausgezeichnet worden.

Der von der Medice Arzneimittel Pütter GmbH unterstützte Preis wird alle zwei Jahre für besondere wissenschaftliche Leistungen in der klinischen Forschung zur biologischen Kinder- und Jugendpsychiatrie, vor allem für die Erforschung der Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung (ADHS), vergeben. Er ist mit 6000 Euro dotiert.

Die Arbeitsgruppe um Bender hat nachgewiesen, dass die motorische Hyperaktivität bei ADHS nicht allein von einer allgemeinen Reifungsverzögerung verursacht wird, sondern dass zusätzlich Defizite bei der Steuerung des motorischen Systems in Form einer mangelhaften Hemmung im Gehirn vorliegen, teilt die Medice Arzneimittel Pütter GmbH mit.

Die Wissenschaftler hätten dazu eine Untersuchungsmethode mittels eines hochmodernen EEG-Systems kombiniert mit der transkraniellen Magnetstimulation (TMS) etabliert.

Erste Versuche, durch wiederholte TMS bei Kindern mit ADHS dieses Inhibitionsdefizit auszugleichen, bewerten die Forscher als vielversprechend. Die Methode muss jetzt weiter untersucht werden.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Nicht immer geht's sofort zum Arzt

20- bis 50-jährige Patienten in Deutschland sind offenbar leidensfähig. Denn sie verschieben den Arztbesuch oft um Wochen oder Jahre, obwohl sie Beschwerden haben. mehr »

Extra-Vergütung für offene Sprechstunden

15:57 Bundesgesundheitsminister Jens Spahn will Ärzte für offene Sprechstunden besser bezahlen. Die zusätzliche Vergütung soll es auch dann geben, wenn Ärzte Termine über die Terminservicestellen annähmen. mehr »

Bei Meniskusriss nicht vorschnell operieren

Ärzte sollten bei Meniskusrissen nicht gleich eine arthroskopische Operation einleiten. Oft kommen Betroffene auch mit Gymnastik und Physiotherapie zum Ziel. mehr »