Ärzte Zeitung, 26.01.2005

Ein ärgerlicher Tonfall macht das Gehirn alarmbereit

Ein ärgerlicher Tonfall in der Stimme alarmiert das Gehirn eines Zuhörers: Auch wenn die Worte unverständlich sind, steigt die Aktivität im Hörzentrum bei der Wahrnehmung einer ärgerlichen Stimme stärker als bei einer neutralen. Das ist sogar dann der Fall, wenn sich der Zuhörer eigentlich auf etwas völlig anderes konzentriert. Über ihre Magnetresonanztomographie-Studie berichten Didier Grandjean und seine Kollegen von der Universität in Genf in der Fachzeitschrift "Nature Neuroscience" (Online-Vorabveröffentlichung, DOI: 10.1038/nn1392).

Ärgerliche Stimmen bedeuten eine potentielle Bedrohung und sind daher ein wichtiges Signal, erklären die Forscher. Wahrscheinlich habe sich die bevorzugte Verarbeitung solcher Reize während der Entwicklung des Menschen gebildet, um sie auf wichtige, unbewußte Wahrnehmungen aufmerksam zu machen.
(ddp)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

In kleinen Schritten zum Normalgewicht

Manch eine Adipositas-Therapie scheitert daran, dass die geforderte große Gewichtsabnahme Betroffene abschreckt. Forscher plädieren nun dafür, die Stoffwechsel-gesunde Adipositas als erstes Therapieziel zu definieren. mehr »

Welche Reformen sind dringend notwendig?

Bürgerversicherung, Regressrisiko, GOÄ: Unsere Leser haben abgestimmt, welche Themen in der Gesundheitspolitik die nächste Bundesregierung unbedingt anpacken sollte. mehr »

Patienten sollen für Infos zahlen

Patienten und Angehörige sind bei beratungsintensiven Erkrankungen häufig hilflos. Viele Akteure versuchen, neutrale Angebote im Internet bereitzustellen. Ein Biologe will nun Beteiligte auf einer Plattform zusammenführen. mehr »