Ärzte Zeitung, 01.12.2014

Neurologie

Umbildung von Glia zu Neuronen

MAINZ. Bestimmte Gliazellen des Gehirns - die NG2 Glia - können in verletzten Hirnarealen zur Bildung von funktionsfähigen Nervenzellen angeregt werden. Vermittelt wird diese Reaktion von Transkriptionsfaktoren, den Proteinen Sox2 und Ascl1 (Stem Cell Reports 2014; online 20. November).

Diese Reprogrammierung könnte eine Möglichkeit der Zellersatztherapie im Gehirn darstellen, teilt die Universitätsmedizin Mainz mit. Folglich bildeten NG2 Glia eine Grundlage für Therapien etwa bei degenerativen Erkrankungen wie M. Alzheimer oder bei Gewebeschäden wie Schlaganfall.

Denn der große Vorteil der Gliazellen liege darin, dass sie im Gehirn zahlreich vorkommen und lebenslang proliferationsfähig sind. (eb)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Verändern schon wenige Joints das Gehirn?

Bei Jugendlichen, die nur ein bis zwei Mal Cannabis geraucht haben, sind Hirnveränderungen entdeckt worden. Diese könnten eine Angststörung oder Sucht begünstigen. mehr »

Bessere TSVG-Regelungen in Sicht?

Die großen Brocken wie die Aufstockung der Mindestsprechstundenzahl will Gesundheitsminister Jens Spahn nicht anfassen. Eine Nummer kleiner können die Ärzte aber wohl mit Änderungen am TSVG rechnen. mehr »

Daran starb Karl der Große

Karl der Große führte Kriege quer über den Kontinent. Sein großes Reich erstreckte sich von der Elbe bis Spanien. Am Ende könnte eine Lungenentzündung den mächtigsten Mann des Mittelalters niedergestreckt haben, mehr »