Ärzte Zeitung, 14.04.2015

Psychische Erkrankungen

Frauen werden oft ruhiger, Männer lauter

BERLIN. Psychische Erkrankungen bei Männern werden oft nicht erkannt oder nur unzureichend therapiert. Darauf hat die Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde (DGPPN) im Vorfeld des 3. Männergesundheitskongresses hingewiesen, der am 14. April in Berlin stattfindet.

Deshalb müssten geschlechtsspezifische Unterschiede bei der Prävention, Diagnostik und Therapie stärker als bisher beachtet werden.

Laut DGPPN erkranken in Deutschland innerhalb von zwölf Monaten knapp fünf Prozent der erwachsenen Männer an einer Depression, bei Frauen liege der Wert im gleichen Zeitraum bei zehn Prozent. Gleichzeitig sei aber bei Männern eine deutlich höhere Rate für Suchterkrankungen sowie für vollendeten Suizid festzustellen.

Die erfragten depressiven Symptome wie Niedergeschlagenheit, Grübeln und Antriebslosigkeit, würden als eher weiblich gelten, Männer hingegen versuchten immer noch ihre seelischen Probleme zu verstecken, so die DGPPN. (eb)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

736 Notfallzentren reichen zur Notfallversorgung

Wie viele Notfallenzentren sind nötig und wo sollten sie betrieben werden, um die Bevölkerung gut zu versorgen? Ein Gutachten im Auftrag der KBV hat das jetzt analysiert. mehr »

Keuchhusten - längst keine Kinderkrankheit mehr

An Pertussis erkranken in Deutschland vor allem Erwachsene. Sie stellen eine Gefahr für Säuglinge dar. Wir zeigen, wie viele Erkrankte es seit 2001 gab und wie alt sie waren. mehr »

So lässt sich Glutensensitivität erkennen

Immer mehr Menschen vermuten, dass sie Gluten nicht vertragen. Ein Experte gibt Tipps, wie sich in der Praxis klären lässt, ob tatsächlich eine Glutensensitivität vorliegt. mehr »